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Vortrag mit Sigmount Königsberg, Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

 

Bei ehrlicher, nüchterner Betrachtung sind die interreligiösen Beziehungen noch sehr ausbaufähig. Dies gilt nicht nur für den christlich-jüdischen und erst recht für den muslimisch-jüdischen Dialog und sondern auch für den Trialog der Abrahamitischen Religionen.

Nahezu täglich werden Juden, die eine Kippa tragen, Muslimas, die einen Hidschab tragen, verbal oder gar körperlich angegriffen. Nachhaltige Reaktionen und gegenseitige Solidarität sind eher die Ausnahmen denn die Regel. Das mag auch daran liegen, dass wir bestenfalls über – statt miteinander reden, neben – statt miteinander leben.

Gleichzeitig werden Juden, wie z.B. Rabbiner Teichtal, oft von muslimischen Tätern verbal oder tätlich angegriffen.

Aber gerade deswegen ist das miteinander reden umso wichtiger, denn Antisemitismus unter Muslimen kann nur mit Muslimen bekämpft werden. Und genauso gilt, dass Juden ihre Stimme gegen Muslimfeindlichkeit erheben müssen.

Aber gerade diejenigen, die versuchen, Brücken zu bauen, sehen sich Angriffen von denen ausgesetzt, die Hass schüren. Damit jedoch diese Brücken standhalten, ist es notwendig sie stabil zu bauen, damit die bisherige Sprachlosigkeit überwunden werden kann und Wege gefunden werden, miteinander ins Gespräch zu kommen, ohne dabei die eigene Identität aufzugeben.

 

Anmeldung erbeten bei der GCJZ Berlin unter Telefon: 030-8216683 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de