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Bemerkt

"Der Dialog, das Austauschen von Erfahrungen, das wissenschaftliche Gespräch verbessern immer die Ziele, zu denen man mit verschiedenen Absichten strebt.“

Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, Rom 5. Juli 2011
[Quelle:
www.zenit.org]

 

Auf ein Wort

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Pessach / Ostern – Geschichte(n) von Tod und Leben
von
Pfarrerin Johanna Melchior

 

Gelobt seist DU, EWIGER, unser GOTT, König der Welt, der uns am Leben erhält und bewahrt und uns diese Zeit erreichen lässt.

Am Beginn der großen Festtage betet Israel mit diesen Worten. Worte, die vor Augen halten und in das Herz schreiben, was zwischen GOTT und Mensch geschieht: ER bewahrt Leib und Leben und führt durch die Zeiten. Der Weg durch das Leben führt immer wieder neu hin zu Momenten des Innehaltens und Vergewisserns, wie das Leben, wie das Leben an der Seite GOTTES geschieht.

Pessach – Fest der Befreiung, Herausführung aus der Knechtschaft, Beginn eines Weges und des Lernens: Ich bin frei. Nicht nur unsere Eltern hat GOTT erlöst, sondern uns mit ihnen … Jede Generation soll sich sehen, als ob sie selbst aus der Knechtschaft geführt wurde …

Befreiung aus der Knechtschaft ist kein Geschehen der Vergangenheit, das in Gedenkfeiern ritualisiert würde. Befreiung aus der Knechtschaft ist tägliches Erleben. So wie das Lernen, was heißt denn „frei sein“ eigentlich, eine täglich neue Herausforderung ist.

Sklaverei, Knechtschaft – einst und jetzt. Vielfältige und immer neue Bindungen und Verstrickungen – einst und jetzt. Leben ist eingeengt, kann sich nicht entfalten, verkümmert, stirbt ab. GOTT führt heraus – einst und jetzt.

Israel vergegenwärtigt sich seiner Befreiung. Israel vergegenwärtigt und verinnerlicht das Lernen: frei sein ist eine tagtägliche Herausforderung.

Der große Beginn des Pessachfestes, der Sederabend, in diesem Jahr fällt er mit dem Karfreitag zusammen. Ein Abend, geordnet im Ablauf, vertraut dank der Wiederholungen, die die Lebensjahre mit sich bringen. Das Kind fragt: Was unterscheidet diese Nacht von allen anderen … Die Frage des Kindes bringt die Erwachsenen zum Erzählen … Knechte waren wir … GOTT hat uns herausgeführt … Das Kind wird erwachsen und wird einst selbst die Fragen der Jüngeren beantworten. Gebunden sein und frei werden, frei sein … Das Leben bewahrt, nicht dem Tode preisgegeben. Frei, nicht dem Verkümmern in Knechtschaft preisgegeben ... Ein Leben lang begleiten diese Gedanken, diese Worte, dieses Erleben …

In diesem Jahr wieder zeitgleich: Pessach und Ostern.

Auf-Er-Stehen und Leben. GOTT weist den Tod in die ihm gebührenden Schranken.

Auf-Er-Stehen – einst und jetzt. In GOTTES Zukunft wartet das Wunder auf uns. Und doch erleben Menschen auch in ihren Lebzeiten das alltägliche Wunder des Aufstehens in neuer, in erneuerter Kraft. Ein Vorgeschmack des Künftigen. Ein Erleben des Gegenwärtigen. Mit GOTTES Hilfe ist Kraft da. Mit GOTTES Kraft geht es gegen die lähmende Kraftlosigkeit, die lähmende Hoffnungslosigkeit, die lähmende Mutlosigkeit. Lähmung kann das Herz zum Stillstand bringen, das bedeutet den Tod … GOTTES Kraft steht den Lähmungen entgegen, ER ruft in das Leben, ER ruft in die Freiheit, ER führt und bewahrt.

Gelobt seist DU, EWIGER, unser GOTT, König der Welt, der uns am Leben erhält und bewahrt und uns diese Zeit erreichen lässt.

 

Informationen zu Pessach:
www.hagalil.com – Hintergrund – Jüdische Religion - Feiertage

 

Pfarrerin Johanna Melchior, April 2012

 

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Zum 50. Todestag Lion Feuchtwangers
Artikel des Publizisten Ulrich Werner Grimm, GCJZ-Geschäftsführer
"die kirche", 21.12.2008, S.14

>> Der vollständige Artikel


 

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Themen des christlich-jüdischen Dialogs fest verankern
Wort aller ev. kirchenleitenden Organe in Bayern zur Entwicklung des christlich-jüdischen Verhältnisses

Landessynode, Landesbischof, Landessynodalausschuss und Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern haben heute [5.12.2008] bei der Synodaltagung in Straubing ein „Wort aller kirchenleitenden Organe zur Entwicklung des christlich-jüdischen Verhältnisses“ verabschiedet.
Zehn Jahre nach der Erklärung „Juden und Christen“ bei der Herbstsynode 1998 in Nürnberg nimmt die Kirchenleitung der bayerischen Landeskirche  vor allem Aufgaben für die künftige Entwicklung des christlich-jüdischen Verhältnisses in den Blick. Besonders in Aus- und Fortbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen sollen die Themen des christlich-jüdischen Dialogs fest verankert werden. Gefordert wird auch eine kritische Auseinandersetzung mit den antijüdischen Äußerungen Martin Luthers. Der Dialog von Christen und Juden soll künftig über den religiösen Bereich hinaus auch praktische Bedürfnisse der jüdischen Gemeinden – z.B. die Integration russischer Juden – ernst nehmen. Konkret stellt das Wort fest, dass für die Bayerische Landeskirche alle Aktivitäten undenkbar sind, die das Ziel einer Konversion von Juden zum Christentum verfolgen. Die Existenz des Staates Israel soll in keiner Weise in Frage gestellt werden. Kritik an der Politik des Staates Israel darf nicht für neuen Antisemitismus mißbraucht werden.

Der vollständige Text im Wortlaut Download
 

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Zum 100. Geburtstag von Albrecht Goes
(22. März 1908 bis 23. Februar 2000)




Albrecht Goes in der Berliner GCJZ

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Was wird morgen sein?
Von Bettina Klix

„Wer sagt denn, dass man nicht auch einer finsteren Geschichte einiges Licht abgewinnen kann, wie man helles Feuer schlägt aus dunklem Stein?“, schrieb der Pfarrer und Dichter  Albrecht Goes (1908 – 2000), der im Zweiten Weltkrieg Lazarett- und Gefängnisgeistlicher war. Mit diesem Erzählungsband, den der S. Fischer Verlag zu Goes 100.Geburtstag 2008 unter dem Titel „Was wird morgen sein?“ herausbrachte, beweist er ein ums andere Mal, dass ihm genau das gelingt. Besonders in den Novellen und Geschichten, die den Krieg und die Shoah zum Thema haben, wie „Das Löffelchen“, das berühmte „Brandopfer“, aber auch in kleineren Stücken wie „Das mit Katz“ oder „Begegnung in Ungarn“ zeigt er seine Meisterschaft. Wir können aber auch den reifenden Erzähler in seiner Entwicklung begleiten, da die Texte chronologisch geordnet sind. Da sind viele Entdeckungen zu machen, wie die „Steglitzer Kindheit 1917“. Albrecht Goes, Freund Martin Bubers und ein wichtiger Wegbereiter der christlich-jüdischen Verständigung, ist es wert, von einer jüngeren Generation wiederentdeckt zu werden. Da eine seiner bekanntesten und wichtigsten Erzählungen „Unruhige Nacht“ in der Sammlung nicht enthalten ist, muss ohnehin zu anderen Büchern gegriffen werden. Aber hier kann die Begeisterung ihren Anfang nehmen.
(Zuerst erschienen in der evangelischen Wochenzeitung Die Kirche)
Albrecht Goes: Was wird morgen sein

Fischer Verlag,
366 Seiten,
9,95 €
 

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Publikation des Anne-Frank-Zentrums
Text: Anne-Frank-Zentrum

Rezension des Theologen Hans Maaß für COMPASS

 

www.annefrank.de

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Buchtipp

ISBN 978-491-72508-9
19,90 €
www.patmos.de

 

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Buchtipp

"Liverpool Street" von Anne C. Voorhoeve
Ravensburger Buchverlag
480 S.

Rezension von Bettina Klix
 

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Buchtipp

"Der Kitharaspieler" von Chaim Noll
Verbrecher Verlag, Berlin, 2008,
815 S.

Rezension von Bettina Klix
 

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Arabische Übersetzung des Romans „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ von Amos Oz

Die Familie eines israelischen Arabers, der bei einem Terroranschlag im Jahre 2004 ermordet wurde, hat durch eine Spende die Übersetzung des Romans „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ von Amos Oz ins Arabische ermöglicht.
George Khoury, ein arabisch-israelischer Student, war auf seiner abendlichen Joggingrunde im Jerusalemer Stadtteil French Hill, als ein Terrorist ihn für einen Juden hielt und erschoss. Die Familie entschied sich daraufhin, die Übersetzung des Romans von Amos Oz zu finanzieren, um ein besseres Verständnis und Miteinander zwischen Juden und Arabern zu fördern.
Das Buch wurde von Jamal Gnaim in Zusammenarbeit mit dem „Institut für die Übersetzung Hebräischer Literatur“ übersetzt und vom Verlag Yedioth Books herausgegeben, der auch die russische Übersetzung des Buches verlegt. Die arabische Version soll zunächst im arabischen Sektor in Israel verkauft werden, später auch in Ägypten und anderen arabischen Staaten.
„Wie erwartet, war es schwer, das Buch ins Arabische zu übersetzen“, so Gnaim, der 1943 in der zentralisraelischen arabischen Stadt Baka al-Garbiyeh geboren wurde. „Es ist eine schwierige Sprache und die Welt, in der der Autor lebt, ist mir fremd. Aber irgendwie versuchte ich in seinen Kopf zu gelangen und ich hoffe, ich habe eine gute Arbeit geleistet.
Das Thema ist mir nicht fremd. Ich lebe in Israel und ich kann Hebräisch. Ich las das Buch und liebte es. Ich wusste, meine Aufgabe ist nicht einfach, doch ich versuchte nah an der Quelle zu bleiben, die mir heilig ist.“
Das Buch basiere auf der Sprache und den Assoziationen von Amos Oz, auf der hebräischen Literatur und dem zionistischen Gedanken und es sei wichtig, dass andere dieses Milieu ebenfalls kennenlernten, so Gnaim.
Zwei weitere Bücher von Amos Oz sind bereits ins Arabische übersetzt: „Mein Michael“, das seit 1990 in Ägypten hervorragende Rezensionen erhielt, und „Sumchi“, das in Jordanien herausgegeben wurde.
(Haaretz, 08.09.2008)

Heinrich-Heine-Preis für Amos Oz

Der berühmte Schriftsteller Amos Oz wird als erster Israeli den diesjährigen Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf erhalten. Die Verleihung soll am 13. Dezember in Heines Heimatstadt stattfinden. Altbundespräsident Richard von Weizsäcker wird Oz den mit 50 000 Euro dotierten Preis überreichen.
Quelle: Botsachaft des Staates Israel
 

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Israelischer Nobelpreis für Chemie 2009

Die israelische Professorin Ada Yonath vom Weizmann Institute of Science erhielt am 7. Oktober 2009 den Nobelpreis für Chemie. Damit ist sie die achte israelische Nobelpreisträgerin: Menachem Begin erhielt 1978 den Friedensnobelpreis (gemeinsam mit dem ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat), Yitzhak Rabin und Shimon Peres erhielten 1994 den Friedensnobelpreis (gemeinsam mit Yassir Arafat), Daniel Kahneman erhielt 2002 den Wirtschaftsnobelpreis, Aaron Ciechanover und Avram Hershko erhielten 2004 den Chemienobelpreis (gemeinsam mit Irwin Rose), Robert J. Aumann erhielt 2005 den Wirtschaftsnobelpreis (gemeinsam mit Thomas C. Schelling)
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Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V. 
Laubenheimer Straße 19, 14197 Berlin - Tel.: 8216683 Fax: 82701961
Bankverbindung: Postbank Berlin  -  IBAN: DE40 1001 0010 0000 8381 06 - BIC: PBNKDEFF