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Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V. 
Laubenheimer Straße 19, 14197 Berlin - Tel.: 8216683 Fax: 82701961
Bankverbindung: Postgirokonto Berlin  -  Bankleitzahl 100 100 10  -  Kontonummer: 838-106

 

Schlagzeilen

Bestürzung, Trauer und Empörung

empfindet der Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin über die Ermordung von Rabbiner Yonatan Sandler (30), seiner Söhne Aryeh (3) und Gavriel (6) sowie von Miriam Montenago (8) in Toulouse. 

Was auch immer den offensichtlich planvoll und gezielt handelnden Mörder letztlich zu seinen unmenschlichen Taten veranlasst haben mag – solcher Art Verbrechen können nur in einem Klima gedeihen, in dem Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus einen Nährboden haben. Glaube niemand mehr an einen Zufall, an die berühmte Ausnahme von der Regel! Extremisten sind in ganz Europa zu militanten Aktionen entschlossen – gestern in Schweden und Deutschland, heute in Frankreich. Eine wehrhafte Demokratie, wie sie Charlotte Knobloch >> in ihrer Rede auf der Eröffnungsveranstaltung der  Berliner Woche der Brüderlichkeit >> am 11. März 2012 im Abgeordnetenhaus von Berlin gefordert hatte, besteht nicht zuerst und nicht allein aus polizeilichen Mitteln und Maßnahmen. Eine wehrhafte Demokratie braucht Demokraten, die sich wehren - als sich verantwortlich fühlende und alltäglich verantwortlich handelnde Bürger in allen gesellschaftlichen Bereichen. Berlin, 20. März 2012


München, 22.3.2012 (dapd).
Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden Charlotte Knobloch sieht in den Anschlägen von Toulouse auch ein "Warnsignal für Deutschland". Das Problem des Islamismus sei in der Bundesrepublik "jahrelang verkannt, verharmlost und unterschätzt" worden, sagte Kobloch am Donnerstag in München.


 

 

Jochen Feilcke
Ein persönlicher Nachruf auf Heinz Striek
Heinz Striek war 15 Jahre lang Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.


Wenn ich am Sonntag die Gäste unseres 35.
Benefizkonzertes – gleichzeitig 15. Rabin-Gedenkkonzertes willkommen heiße, fehlen in der ersten Reihe des Großen Sendesaales im RBB zwei Persönlichkeiten: Ilse und Heinz Striek. In jedem Jahr konnte ich sagen: „Ich freue mich besonders, auch in diesem Jahr unseren langjährigen Vorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzenden Heinz Striek bei uns zu haben. Ich grüße Dich, lieber Heinz und Deine liebe Frau Ilse besonders herzlich kurz nach Eurem Hochzeitstag!“ In diesem Jahr war es der 73.!!!

 

Ohne Heinz Striek gäbe es vermutlich unsere Benefizkonzerte nicht. Vor über 30 Jahren beschloß der Vorstand der Deutsch-Israelischen Gesellschaft – Arbeitsgemeinschaft Berlin unter dem Vorsitz von Heinz Striek, nicht nur persönliche Beziehungen, politische Kontakte und umfassende Informationen über Israel anzubieten und zu ermöglichen sondern auch Wohltätigkeit zu praktizieren. Verbunden mit musikalisch meist erstklassigem Programm für Mitglieder und Gäste war es in jedem Jahr eine besondere Freude, ein Projekt in Israel oder ein Projekt der deutsch-israelischen Beziehungen zu fördern. „Tue Gutes und habe selbst Freude daran“ – so könnte das Motto dieser Konzerte lauten.

 

Nach dem schrecklichen Mordanschlag auf den Hoffnungsträger für einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten Yitzhak Rabin beschloß die DIG Berlin, jährlich dieses großen Staatsmannes beim Benefizkonzert zu gedenken.

 

Heinz Striek war 15 Jahre lang Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und als „gewiefter Parteihase“ immer dann in seinem Element, wenn es um Satzungsfragen ging.

 

Für uns in Berlin war Heinz Striek, der ehemalige Finanzsenator und Bürgermeister 23 Jahre lang Synonym für deutsch-israelische Verständigung, so lange war er Vorsitzender und auch Schatzmeister. Er führte diese Freundschaftsgruppe wie ein Großfamilie liebevoll, verantwortungsbewußt und patriarchalisch. Er kannte jedes Mitglied und ich sehe noch heute die riesigen Journale in die er akribisch alle Zahlungsvorgänge natürlich handschriftlich eintrug. Israelreisen mit ihm waren ebenfalls Familienausflüge und zugleich häufig Anlaß für die Mitreisenden, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft beizutreten.

 

Kurz nach der Wiedervereinigung ergriff Heinz Striek die Initiative und gründete in Potsdam eine Arbeitsgemeinschaft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Vorsitzender wurde der damalige brandenburgische Landespolitiker Steffen Reiche. Inzwischen sind die Berliner und Potsdamer Arbeitsgemeinschaften fusioniert.

 

Nicht zuletzt war es dem früheren Finanzsenator Heinz Striek zu verdanken, daß im Jahre 1969 das Emigrantenprogramm gestartet und vor allem finanziert werden konnte. 35.000 zumeist jüdische Menschen aus aller Welt konnten im Rahmen dieses Programmes ihre alte Heimat Berlin wieder neu entdecken.  

 

Als sein Nachfolger Klaus Schütz gemeinsam mit Heinz Striek im Jahre 1999 auf mich zukam und fragte, ob ich bereit sei, seine Nachfolge anzutreten, fühlte ich mich in höchstem Maße geehrt. Ich nahm diese Aufgabe mit Freude an. Stets konnte ich mich auf die Freundschaft und die umsichtigen Ratschläge von Heinz Striek stützen und verlassen. Wir ernannten ihn zu unserem Ehrenvorsitzenden – auch dieses „Amt“ füllte Heinz Striek mit ganzer Hingabe liebevoll aus. 

 

Wir werden Heinz Striek ein ehrendes Andenken bewahren.
 

 

Aufnahme Palästinas als ordentliches Mitglied der UNESCO
UNESCO-Abstimmung gefährdet Friedensgespräche

31. 10. 2011Stellungnahme des Außenministeriums des Staates Israel

“Israel weist die Entscheidung der UNESCO-Vollversammlung zurück, Palästina als Mitgliedsstaat in die Organisation aufzunehmen. Es handelt sich dabei um einen einseitigen palästinensischen Schritt, der keinen echten Fortschritt bringen und dafür die Möglichkeiten für ein Friedensabkommen verringern wird.

Die Entscheidung wird nicht dazu führen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde ein Staat wird, sondern erschwert nur die Wiederaufnahme von Verhandlungen. Israel ist überzeugt, dass der einzige richtige Weg, im diplomatischen Prozess mit den Palästinensern Fortschritte zu erzielen, über Verhandlungen ohne Vorbedingungen führt.

Aus diesem Grund hatte Israel die Erklärung des Nahostquartetts vom 23. September begrüßt und ist nach wie vor bereit, auf dieser Basis weiterzuarbeiten. Der palästinensische Schritt bei der UNESCO ist, ebenso wie ähnliche Schritte bei weiteren UN-Organisationen, gleichbedeutend mit der Zurückweisung der Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, Fortschritte im Friedensprozess zu erzielen.

Israel dankt jenen Ländern, die einen Sinn für Verantwortung gezeigt haben und in der Vollversammlung der UNESCO gegen diese Entscheidung gestimmt haben. Es ist enttäuschend, dass die Europäische Union, die für die Wiederaufnahme direkter Verhandlungen eintritt und den palästinensischen Schritt nicht unterstützt, in dieser Frage nicht zu einer einheitlichen Position gefunden hat.

Angesichts der Entscheidung über die Aufnahme Palästinas als ordentliches Mitglied der UNESCO wird der Staat Israel nun seine weiteren Schritte und die Fortsetzung der Kooperation mit der Organisation überdenken.”

(Quelle: Außenministerium des Staates Israel, 31.10.11 - Botschaft des Staates Israel)

 

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Gilad Shalit ist frei!
Brief des Dachverbandes der deutschen Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Deutscher Koordinierungsrat (DKR), an den Botschafter des Staates Israel in Deutschland

 

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11.09.2011:
Hörenswert: Geteiltes Leid, getrenntes Gedenken?
Junge Leute und der 10. Jahrestag des 11. September. Ein Feature von Matthias Bertsch (rbb-kulturradio)

www.juga-projekt.de




Song "Sweet Coexistence"

von Juma Berlin

Kamera: Lukas Fischer, Marius Riebandt

Schnitt: Florian Gerding

Regie: Veit Tresch


 

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Grußwort
des Botschafters des Staates Israel in Deutschland, Yoram Ben-Zeev


Liebe Freunde,

für Israel war das vergangene Jahr ein sehr bewegtes Jahr. Wir sind nicht losgelöst von globalen Entwicklungen wie der Wirtschafts- und Finanzkrise oder den Umwälzungen in der arabischen Welt. Doch mitten in einer Region der Unruhe und in einer angespannten Zeit der Veränderung ist unser Staat ein Anker der Stabilität.

Wir wünschen uns, eines Tages in einem Nahen Osten zu leben, in dem Frieden, Freiheit und Demokratie herrschen. Wir wollen Frieden mit den arabischen Staaten und mit unseren palästinensischen Nachbarn. Israel akzeptiert die Zwei-Staaten-Lösung. Sie kann aber nur durch Verhandlungen erreicht werden und nicht durch einseitige Schritte. Wir möchten zu direkten Gesprächen mit den Palästinensern zurückkehren.   

Mit großer Sorge blicken wir auf die Entwicklungen in Syrien, Libyen und anderen Staaten und besonders auf Ägypten und die Türkei. Ich persönlich hatte die Hoffnung, dass der so genannte „arabische Frühling“ zu einem positiven Aufbruch führen würde. Doch was nun an vielen Orten passiert - auch in Bezug auf Israel - ist erschreckend und sicher kein Frühling. Ägypten und die Türkei waren und sind wichtige Partner für uns. Wir tun alles, um unsere Beziehungen zu stabilisieren und wieder zu einer echten Partnerschaft zurück zu kehren.

Auch in Zeiten großer Unruhe und sogar Bedrohung von außen hat Israel es immer geschafft, seine demokratischen Werte aufrecht zu erhalten, seine fortschrittliche Entwicklung voran zu treiben und seine vielfältigen Beziehungen weiter zu pflegen und auszuweiten. Der Alltag in unserem Land geht trotz neuer Herausforderungen weiter. Die Menschen haben Ideen, an den Universitäten wird gelehrt und geforscht, die Hightech-Industrie ist innovativ und produktiv, das kulturelle Leben pulsiert.

Ein ganz neues Phänomen entwickelte sich in Israel im Sommer 2011. Es hat sich eine Bewegung gebildet, die mit dem Slogan „Das Volk fordert soziale Gerechtigkeit“ für eine bessere Zukunft demonstriert. Die Demonstranten können stolz auf die Art ihres Protests sein. Mit friedlichen Mitteln setzen sie sich für ihre Ziele ein und haben dabei die komplexe israelische Gesellschaft in vielen Teilen mobilisiert. Israel beweist immer wieder, dass es eine stabile und lebendige Demokratie ist.
 
Ich verbinde meine Grüße zu Rosh Hashana mit einer herzlichen Einladung an Sie, liebe Freunde, Israel zu besuchen!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes und friedliches neues Jahr. 

Shana Tova!

Yoram Ben-Zeev

 

(Quelle: Botschaft des Staates Israel)

Die Videobotschaften zu Rosh Hashana von Präsident Shimon Peres und Ministerpräsident Binyamin Netanyahu finden Sie unter folgenden Links:

Shimon Peres: www.youtube.com/watch?v=YKQHQjxjlic

Binyamin Netanyahu: www.youtube.com/watch?v=4oZfIofpJfY

 

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„Wir sind eine Insel der Demokratie im Ozean der Veränderung“
Interview mit Emmanuel Nahshon
In einem Interview mit dem Onlinemagazin „The European“ hat sich der Gesandte der israelischen Botschaft Emmanuel Nahshon zur aktuellen Situation in Israel und im Nahen Osten geäußert.

Zu den Protesten für mehr soziale Gerechtigkeit erklärte der Gesandte:  „Ich glaube, dass Europa uns um diese Dialogfähigkeit beneidet. Niemand zündet in Jerusalem Autos an! Wir erleben hier die antike Polis in Echtzeit; die Demonstranten sind die klügsten Köpfe ihrer Generation.“ Den „arabische Frühling“ betreffend, unterstützte er die Zurückhaltung Israels, das sich nicht klar hinter die Demokratiebewegungen im Nahen Osten gestellt hat. „Seit seiner Gründung wird Israel von arabischen Staaten instrumentalisiert und dämonisiert“, so Nahshon. „Wir sind all das, was sie hassen. Sie haben Angst vor Demokratie, vor einer freien Wirtschaft, vor Transparenz. […] Daher wäre es fatal, wenn die israelische Regierung sich jetzt offen hinter demokratische Gruppen stellt. […] Es hängt nicht von Israel ab, ob die arabische Welt den demokratischen Wandel schaffen kann.“

Angesprochen auf den ins Stocken geratenen Friedensprozess, erklärte der Gesandte:  „Unsere Position ist klar: Wir wollen eine Zwei-Staaten-Lösung, Punkt. Diese Diskussion ist bereits abgeschlossen, wir haben weitreichende und schmerzhafte Zugeständnisse gemacht. Aber haben wir Partner auf der anderen Seite? Nein. Wir haben fast alle Bedingungen der Palästinenser erfüllt, aber konnten zu keiner Einigung kommen.“

Zu dem vollständigen Interview geht es hier: www.theeuropean.de >>

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Berlin, den 1. Juli 2011 GCJZ Berlin schließt sich dem Aufruf an:
Berliner Initiative „Bundesregierung soll Israel eindeutig unterstützen!“

Auch wenn die 2. „Gaza Flottille“ noch nicht unterwegs ist -

Sie ist eine vorsätzliche Provokation Israels

 

„Die Deutsche Initiative zum Bruch der Gazablockade unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Udo Steinbach, gibt hiermit in Zusammenarbeit mit allen Multiplikatoren der Freedom Flottille II bekannt, dass der Zeitraum für den Start der Freedom Flottille II beschlossen wurde. Diese wird somit aller Voraussicht nach in der dritten Juniwoche 2011 in See stechen, um die Blockade des Gazastreifens zu brechen.” http://germuany-gaza.de/?page_id=2

 So heißt es in einer Pressemitteilung der deutschen „Friedensaktivisten“ vom 30.5.2011. Sie ist erstaunlich ehrlich:

 Es ist nicht von einer „Hilfsflottille“ die Rede, sondern von einer„Initiative zum Bruch der Gazablockade“. Schirmherr der „Deutschen Initiative“ ist Prof. Udo Steinbach, der ungeachtet der neun getöteten Aktivisten bei der ersten „Gaza Flottille“ zu strafbaren Handlungen aufruft. Die Gefahr von Toten und Schwerverletzten nimmt dieser Schirmherr offensichtlich billigend in Kauf.

 

Wir stellen fest:

 

1.      Wer für Menschenrechte eintritt, fordert die unverzügliche Freilassung von Gilad Shalit

2.      Israel hat das „Recht zur Selbstverteidigung“. Die Blockade ist erforderlich, um Waffentransporte vom Meer aus an Terroristen zu unterbinden. Es ist unwahr, dass die Blockade negativen Einfluss auf die Wirtschaft Gazas hat. Es gelangen täglich die lebensnotwendigen Waren auf dem Landweg über Israel oder Ägypten nach Gaza. Die Blockade ist nach internationalem Recht legitim und Israel hat sogar die Pflicht, Blockadebrecher zu stoppen, sonst wird die Blockade unwirksam.

3.      Schon die Gaza Flottille 2010 war kein Versuch, humanitär zu helfen, sondern eine bewusst inszenierte Provokation israelfeindlicher Extremisten.  Selbst die Mitinitiatorin Frau Arraf widerlegt bewusst oder unbewusst die Rhetorik der Macher. Dass Israel inzwischen weit mehr Lieferungen nach Gaza zulasse als damals (2010), sei gleichgültig, sagt sie – denn: „Unsere Mission ist nicht humanitär. Die Palästinenser wollen keine humanitäre Hilfe. Sie wollen die komplette Befreiung.“

4.      Die deutsche Politik und die deutsche Gesellschaft müssen jetzt entschieden und geschlossen an der Seite Israels stehen. Der britische Minister für den Nahen Osten, Alistair Burt, bezeichnete die Gaza-Flottille als „Provokation Israels“ und „unklug“. Das US-Außenministerium verurteilte die Aktion als „unverantwortlich und provokativ”. Die Einzigartigkeit der deutsch-israelischen Beziehungen verlangt, daß sich die Bundesregierung mindesten ebenso eindeutig an die Seite Israels stellt. Es reicht nicht aus, „nachdrücklich“ zu empfehlen, sich nicht an der Gaza-Flottille zu beteiligen.

 

 

- Jochen Feilcke, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Berlin und Potsdam

- Michael Joachim, Vorsitzender der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

- Reinhold Robbe, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

- Lea Rosh, Vorsitzende des „Förderkreises zur Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas“

- Andé Schmitz, Staatssekretär für Kultur des Landes Berlin

- Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

 

 

Berlin, den 1. Juli 2011


 

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Auf der Suche nach der Tradition
Die Ordination des Rabbiners der Jüdischen Gemeinde Potsdam, Shlomo Afanasev, ist ein Ereignis
30.08.2010 Märkische Allgemeine >> POTSDAM - Das Ereignis war sogar Radio Vatikan jüngst eine Ankündigung wert: „Am 30. August findet in der Leipziger historischen Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft die Ordination von zwei Rabbinern des Berliner Rabbinerseminars statt.“ Einer der beiden, Shlomo Afanasev, wird ab dem 1. September sein neues Amt als Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Potsdam antreten.
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Neuer DKR-Schirmherr: Bundespräsident Christian Wulff

Foto: Jesco Denzel, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung






























 

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Petra Pau zu Israel, Gaza und Nahost

Die Politikerin Petra Pau (DIE LINKE) soll laut FOCUS ihre Parteikolleginnen Annette Groth und Inge Höger, die sich an der internationalen Gaza-«Solidaritätsflotte» beteiligt hatten, kritisiert haben. Wer sich über den Standpunkt von Frau Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Mitglied des Kuratoriums der GCJZ Berlin, zu Israel, Gaza und Nahost authentisch informieren will, kann dies unter folgendem Link tun: "Shalom und Salam" (Bundestag, 29. Mai 2008, "60 Jahre Israel" Rede von Petra Pau - als PDF >>  -  als Video bei Youtube).

Foto: DBT

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Sanierung des Denkmals im Bayerischen Viertel abgeschlossen
Pressemitteilung
des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg von Berlin, Abteilung Schule, Bildung und Kultur/Amt für Bildung, Kultur und Seniorenbetreuung - Kunstamt:

23. 11. 2010. Das viel beachtete Denkmal der Künstler Renata Stih und Frieder Schnock im Bayerischen Viertel kann mit Unterstützung der Senatskanzlei Kultur und durch Finanzierung der Senatsbauverwaltung ab dem 25. September – nach seiner Grundsanierung - wieder der Öffentlichkeit übergeben werden.
Kulturstadtrat Dieter Hapel zeigt sich sehr erfreut, dass die bezirkliche Bauverwaltung in enger Kooperation mit den Künstlern die lang geplante Restaurierung durchführen lassen konnte. Schon 1993 wurde dieses 80-teilige Denkmal realisiert und hat wegen seines ungewöhnlichen Konzepts auch internationale Aufmerksamkeit erfahren. Es beklagt nicht nur die jüdischen Opfer – wie viele andere Mahnmale, - sondern es zeigt die vielen Schritte der Ausgrenzung, Entrechtung und Vertreibung der ehemaligen Nachbarn. Die Schritte haben mitten im Alltag begonnen und endeten für Viele mit der Deportation in die Konzentrationslager: über 6.000 jüdische Nachbarn allein aus Schöneberg über 60.000 aus ganz Berlin.
Heute kommen Schulklassen und Touristenbusse ins Bayerische Viertel um das Denkmal und die damit im Zusammenhang stehende Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ im Rathaus Schöneberg zu sehen.
Die Sanierung wurde notwendig, weil die Beschichtung der Tafeln durch Schnee und Regen gelitten hatte. Graffitis sind in den 17 Jahren seiner Existent nur einmal vorgekommen, aber ohne politischen Hintergrund. „Respect“ sagen die jugendlichen Sprayer und haben dieses Denkmal ebenso anerkannt wie die heutigen Bewohner und Nachbarn des Viertels.

Zum Denkmal gibt es eine Broschüre in 4. Auflage: ISBN: 978-3-00-030-2848

Weitere Informationen: HAUS am KLEISTPARK, Grunewaldstr. 6 - 7, 10823 Berlin -
Tel.: 030 - 90277-6965

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Deutsch-Israelische Gesellschaft mit neuem Präsidium
Delegierte wählten Reinhold Robbe zum Nachfolger von Johannes Gerster
Erfurt/Berlin 10. Oktober 2010. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) hat auf seiner 34. Hauptversammlung am 10. Oktober 2010 in Erfurt den früheren Wehrbeauftragten Reinhold Robbe zum neuen Präsidenten gewählt. Der 56jährige Ostfriese Robbe löste Dr. h.c. Johannes Gerster in dieser Funktion ab, der das Amt des Präsidenten seit 2006 ausübte und auf eigenen Wunsch nicht erneut kandidierte.
Dem neu gewählten geschäftsführenden Präsidium gehören die Bundestagsabgeordneten Marieluise Beck (Bündnis 90/Die Grünen), Gitta Connemann (CDU/CSU), Christian Lange (SPD), Florian Toncar (FDP) zusammen mit den Vertretern der Arbeitgemeinschaften Anke Eymer, Heike-Anna Grunewald
und Staatsministerin a.D. Hildegard Müller an.
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft arbeitet mit 52 Arbeitsgemeinschaften im Bundesgebiet für die Vertiefung der deutsch-israelischen Beziehungen sowie für einen Ausgleich zwischen Israel und seinen Nachbarn. In Deutschland tritt sie gegen jede Form von Israelfeindschaft, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit an. In einer Vielzahl von Veranstaltungen vermittelt die DIG Informationen über Israel, die deutsch-israelischen Beziehungen, den Nahen Osten und die Verantwortung, die sich aus der deutschen Geschichte ergeben.
Robbe gratulierte als erste Amtshandlung dem israelischen Schriftsteller David Grossmann zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, die gestern in der Frankfurter Paulskirche stattfand.
Das neue DIG-Präsidium: PDF Download

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Zum 75. Jahrestag der Verkündung der rassistischen "Nürnberger Gesetze" durch die Nationalsozialisten am 15. September 1938:

Letzte Woche übergab die kalifornische Huntington Library ein Originalexemplar der „Nürnberger Rassegesetze“, die den Anfang vom Ende der europäischen Juden einleiteten, an das US-Nationalarchiv (NARA). „Nun ist unsere Sammlung über die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse wirklich komplett“, zitierte die Washington Post eine stolze NARA-Sprecherin. „Dies ist genau das Dokument, welches uns fehlt.“
Wie gelangte dieses historisch bedeutsame Schriftstück in die USA? Rückschau: Ein Soldat der 3. US-Armee fand das Dokument 1945 zufällig in einem Bankschließfach im bayerischen Eichstätt und schenkte es seinem Chef, George S. Patton. Der General war als notorischer Souvenirjäger bekannt. Nazi-Dolche, Helme sowie eine druckfrische Ausgabe von Hitlers „Mein Kampf“ gehörten zu seinen Trophäen. Bei einem kurzen Heimaturlaub übergab Patton das Papier an die Huntington Library, wo es für Jahrzehnte im Archiv verschwand. 1999 tauchte das vermeintlich verschollene Schriftstück wieder auf und verursachte ein kurzzeitiges Rauschen im internationalen Blätterwald. Auch ein namhafter Historiker, wie etwa Saul Friedländer von der kalifornischen Universität UCLA, erklärte seinerzeit gegenüber der Washington Post: „Es ist als hätten wir eine Originalkopie der US-Verfassung gefunden.“
Unter Fachleuten ist jedoch schon lange bekannt, dass sich das Original-Manuskript des NS-Gesetzes im Nürnberger Stadtarchiv befindet. Gibt es nun mehrere Urschriften? Die Aktenlage ist etwas verzwickt. Von den „Nürnberger Gesetzen“, existierten vier Fassungen, die vermutlich alle von Hitler unterschrieben wurden. Bereits 1961 publizierte der ehemalige „Rassereferent“ im Reichsinnenministerium Bernhard Lösener in den Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte einen Aufsatz zur Entstehungsgeschichte des schändlichen Textes. Hitlers Entschluss, auf dem Nürnberger Parteitag 1935 ein spezielles „Judengesetz“ zu verkünden, scheint eine ziemlich abrupte Entscheidung gewesen zu sein. Es blieben nur zwei Tage, um eine Verordnung zusammenzuschustern, welches Ehen, wie auch den außerehelichen Geschlechtsverkehr zwischen Juden und „Ariern“ verbietet. Zusätzlich verlangte Hitler noch ein Reichsbürgergesetz, das eine Vorrechtsstellung für „Deutschblütige“ und eine Entrechtung der jüdischen Bürger enthalten sollte. Für diesen Entwurf hatten wir „nur etwas über eine Stunde Zeit gehabt“, schreibt Lösener in seiner Abhandlung.
Welchen genauen Text Hitler verkünden wollte, erfuhren die Autoren erst während der Reichstagssitzung. Die Verordnung wurde am 15. September 1935 verabschiedet und einen Tag später im Reichsgesetzblatt veröffentlicht. Seit 1938 befindet sich das mit Schreibmaschine getippte Original-Manuskript im Besitz der Stadt Nürnberg. Der damalige Nazi-Oberbürgermeister Willi Liebel hatte die Ausfertigung seinerzeit feierlich überreicht bekommen. Der Völkische Beobachter berichtete ausführlich über die Schenkung.
Im US-Original ist unter Paragraph 2 des so genannten Blutschutzgesetzes, das eine sexuelle Beziehung zwischen Juden und „Ariern“ untersagt, eine handschriftliche Korrektur eingefügt. Der Ausdruck „außerehelicher Geschlechtsverkehr“ wurde in „außerehelicher Verkehr“ umformuliert. Im Exemplar der Nürnberger ist diese Berichtung bereits übernommen worden. „Wir haben die letzte Fassung und somit das eigentliche Original“, erklärte der Leiter des Nürnberger Stadtarchivs, Michael Diefenbacher. Beiden Dokumenten ist jedoch eines immer noch gemein: Sie bilden die juristische Grundlage zur Vernichtung des europäischen Judentums.
(Posted By TLV-01 On י"ט באלול ה'תש"ע (29. August 2010 @ 21:55 - haGalil.com)

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  Habt Erbarmen mit den Worten.
Ein Appell des Internationalen Rates der Christen und Juden

Heppenheim,
03.08.2010: Mit Betroffenheit nahm der Vorstand des Internationalen Rates der Christen und Juden während seiner diesjährigen Jahreskonferenz vom 20. bis 24. Juni 2010 in Istanbul, Türkei, Berichte aus aller Welt zur Kenntnis, die von einer wachsenden Polarisierung im Gespräch zwischen Juden und Christen wie auch innerhalb der Glaubensgemeinschaften selbst zeugten. Laut vieler unserer Mitglieder gewinnen extreme Ansichten zunehmend an Popularität, während Bemühungen um Mäßigung oder Kompromisse als illoyal oder naiv zurückgewiesen werden.
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20. Juli 2010
Antisemitismus bedroht die Demokratie - Presseerklärung des Deutschen Koordinierungsrates (DKR) der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Präsidium und Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates - Dachverband von mehr als 80 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit - sind tief besorgt über antisemitische Äußerungen und Taten in jüngster Zeit, die nicht selten in antizionistischem Gewand und mit anti-israelischer Pseudo-Legitimation auftreten.  Dass diese rassistischen und antidemokratischen Erscheinungen durch Äußerungen von Bundestagsabgeordneten begünstigt werden, ist ein deutliches Warnsignal für unsere Gesellschaft. Denn nicht weniger besorgniserregend ist der Umstand, dass man sich weitgehend in der Gesellschaft bereits mit der Existenz des Antisemitismus und dem öffentlichen Auftreten von Antisemiten abgefunden hat. Hier liegt die eigentliche Gefahr für unsere Demokratie; denn nur eine Demokratie, die gegen Diskriminierung und Hass bereit ist zu kämpfen, wird die Rechte ihrer Bürger sichern können.
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10.07.2010 WELT ONLINE >> - Kommentar
Das Gewissen der Antisemiten
von Alan Posener
 

 

Foto: Jenny Posener

Darf man Israel kritisieren? Selbstverständlich. Ist Kritik an Israel an sich schon antisemitisch? Selbstverständlich nicht. Aber es gibt Israelkritik, die in Antisemitismus übergeht. Dafür gibt es drei Kriterien, die man übrigens auch anwenden kann, um zwischen Kritik an den USA und Antiamerikanismus, Kritik an Deutschland und Deutschenfeindlichkeit, Kritik am Islam und Islamophobie zu unterscheiden. Es sind die "drei D's": Dämonisierung, Diffamierung, Delegitimierung. Wo die im Spiel sind, haben wir es mit Antisemitismus zu tun.
Nehmen wir die "Frankfurter Rundschau" von vorgestern. In einer Rezension des israelkritischen Buchs "Die Angst vor dem Frieden" des Linkszionisten Moshe Zimmermann macht Feuilletonchef Arno Widmann eine "Lücke" in Zimmermanns Analyse aus: "Könnte es nicht sein, dass die Angst vor dem Frieden auch daher rührt, dass die Israelis nur zu genau wissen, dass die Gründung des Staates Israel Unrecht war?" Hallo? Im Versailler Vertrag versprochen, von der UNO beschlossen - kaum ein Staat dieser Erde kann sich auf eine deutlichere Legitimität berufen als Israel! Aber gerade die stellt Widmann in Abrede. So wird Israelkritik zu Antisemitismus umfunktioniert.
In derselben Ausgabe - ein merkwürdiger Zufall - wird auch ein Artikel des Studenten Amanullah Kariapper abgedruckt, der die pakistanische Sektion eines internationalen Netzwerks gegründet hat, das einen umfassenden Boykott Israels organisieren will. Vordergründig geht es im Artikel um die Angriffe islamischer Terroristen auf Moscheen in Lahore, bei denen mehr als hundertzwanzig Muslime starben - ein Beweis für die zynische Menschenfeindlichkeit der Terroristen, die mit den Taliban verbündet sind.
Aber der Verschwörungstheoretiker Kariapper sieht dahinter andere Drahtzieher: "Das US-Militär und die Finanzmarkt-Haie, die von den Konflikten der so genannten AfPak-Region profitieren. Dazu gehören auch die Falken unter den indischen Sicherheitskräften, israelische Denkfabriken und Verbände wie die US-amerikanische pro-israelische Lobby AIPAC." Für die Mordaktionen radikaler Muslime werden also auch jüdische "Denkfabriken"(!) und die amerikanische Israel-Lobby mitverantwortlich gemacht. Selbstverständlich ohne den Schatten eines Beweises. Das ist Diffamierung und Dämonisierung. So wird der Antisemitismus hoffähig gemacht. Ekelhaft.

Zu A. Posener siehe auch >>

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Nachfolger von Kardinal Walter Kasper ernannt
Neuer Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen
(angeschlossen: "Kommission für die religiösen Beziehungen mit dem Judentum")

Rom, 1. Juli 2010

Aus: Freiburger Rundbrief. Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung, Nr.4/2010
 

Vgl. auch:

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02. Juni 2010, KREUZBERG
Kirche mit antisemitischen Sprüchen beschmiert

Eine Kirche in Kreuzberg ist am Dienstag mit antisemitischen Sprüchen beschmiert worden. Ein Kirchenmitarbeiter alarmierte gegen 6 Uhr früh die Polizei. Unbekannte Täter hatten mit roter Farbe beleidigende Parolen an einen Seiteneingang des evangelischen Gotteshauses am Marheineckeplatz geschrieben, wie ein Polizeisprecher erst am Mittwoch mitteilte. Entdeckt wurde dann auch ein Hakenkreuz an dem Gebäude. Der Staatsschutz ermittelt.
(ddp/svo) Quelle: Tagespiegel
 

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17. Mai 2010
Brandanschlag auf Synagoge in Worms
Abscheuliche Tat im Schutz der Dunkelheit

 

Auf die Synagoge in Worms (Rheinland-Pfalz) ist ein Brandanschlag verübt worden. In der Nacht zum Montag, 17. Mai, haben unbekannte Täter ein Fenster des Gebäudes mit einem Brandsatz eingeworfen und die Synagoge an mehreren Stellen mit einer brennbare Flüssigkeit angezündet. Der Brand konnte durch die Feuerwehr schnell gelöscht werden, so dass diese bis auf rußgeschwärzte Wände nicht ernsthaft beschädigt wurde.
Die Synagoge aus dem 12. Jahrhundert, die während der Novemberpogrome 1938 von den Nationalsozialisten zerstört und erst 1961 wieder aufgebaut wurde, ist nun abermals in Brand gesetzt worden. An dieser Stelle ist vor allem die Zivilgesellschaft gefragt. Vorfälle wie dieser dürfen nicht bagatellisiert und einfach zur Tagesordnung übergegangen werden. Vielmehr  sollten die Bemühungen auf gesamtgesellschaftlicher Ebene intensiviert werden, präventiv gegen solche hasserfüllten und antisemitischen Taten vorzugehen.

Berlin, 17. Mai 2010
Beauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin für die Bekämpfung des Antisemitismus
Vorsitzender des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA)
fon: +49 (0)170 632 74 21
fon2: +49 (0)30 880 28 357
fax: +49 (0)30 880 28 250
Oranienburger Straße 28-30
10117 Berlin

18. Mai 2010
Der Deutsche Koordinierungsrat (DKR) der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit verurteilt den Anschlag auf die Raschi-Synagoge in Worms

Präsidium und Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit verurteilen den Brandanschlag auf die Raschi-Synagoge in Worms auf Schärfste.
Er ist nicht nur ein Anschlag auf die jüdische Gemeinschaft in Deutschland, sondern auch auf unsere gemeinsame Geschichte und Kultur in Europa. Er ist zudem ein Beleg, wie Antiisraelismus in gewalttätigen Antisemitismus umschlägt.
Bad Nauheim, 18. Mai 2010

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9. Mai 2010 Neu gewählt:
Präsidium und Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates (DKR), des Dachverbandes der deutschen Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit

 

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Themen des christlich-jüdischen Dialogs fest verankern
Wort aller ev. kirchenleitenden Organe in Bayern zur Entwicklung des christlich-jüdischen Verhältnisses

Landessynode, Landesbischof, Landessynodalausschuss und Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern haben heute [5.12.2008] bei der Synodaltagung in Straubing ein „Wort aller kirchenleitenden Organe zur Entwicklung des christlich-jüdischen Verhältnisses“ verabschiedet.
Zehn Jahre nach der Erklärung „Juden und Christen“ bei der Herbstsynode 1998 in Nürnberg nimmt die Kirchenleitung der bayerischen Landeskirche  vor allem Aufgaben für die künftige Entwicklung des christlich-jüdischen Verhältnisses in den Blick. Besonders in Aus- und Fortbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen sollen die Themen des christlich-jüdischen Dialogs fest verankert werden. Gefordert wird auch eine kritische Auseinandersetzung mit den antijüdischen Äußerungen Martin Luthers. Der Dialog von Christen und Juden soll künftig über den religiösen Bereich hinaus auch praktische Bedürfnisse der jüdischen Gemeinden – z.B. die Integration russischer Juden – ernst nehmen. Konkret stellt das Wort fest, dass für die Bayerische Landeskirche alle Aktivitäten undenkbar sind, die das Ziel einer Konversion von Juden zum Christentum verfolgen. Die Existenz des Staates Israel soll in keiner Weise in Frage gestellt werden. Kritik an der Politik des Staates Israel darf nicht für neuen Antisemitismus mißbraucht werden.

Der vollständige Text im Wortlaut Download
 

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Stellungnahme von Präsidium und Vorstand des DKR:
„Jüdischer Hass auf die katholische Kirche“

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Bibel-Wissenschaftler Erich Zenger gestorben

Im Alter von 70 Jahren ist am 4. April 2010 der Münsteraner Theologe Erich Zenger gestorben. Er zählte zu den renommiertesten alttestamen-tarischen Bibel-Wissenschaftlern im deutschsprachigen Raum. Für seine Verdienste um den christlich-jüdischen Dialog wurde Erich Zenger 2009 mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. Hervorgetreten war Zenger, der von 1973 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2004 an der Universität Münster lehrte, unter anderem durch seine Arbeiten am Psalmenbuch. Seine "Einführung in das Alte Testament" gilt als Standardwerk der Bibel-Wissenschaften. (Quelle: WDR)

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Vorstand und Geschäftsführung der Berliner Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit sprechen ihr tiefes Bedauern über den Verlust aus und kondolieren Angehörigen, Freunden sowie Kolleginnen und Kollegen.


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