Rückblicke

2008   I    2009   I   2010 I   2011     2012  I   2013  I   2014  I  2015  I  2016  I  2017

 

TOP

  • WdB 2010 (Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin in Kooperation mit dem Jugendhilfezentrum „Gertrud Feiertag“ Caputh und der Ev. Kirchengemeinde Caputh)
    Busausflug in das ehemalige jüdische Kinder-Landschulheim Caputh
    Exkursion mit Aufführung eines Features von Ingeborg Papenfuß
    Sonnabend 12. Juni 2010, 9.00-18.00 Uhr
    mehr >>

TOP

  • Verleihung des Heinrich-Stahl-Preises
    der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
    an Rechtsanwalt Dr. Albert Meyer und
    Dr. Hermann Simon
    (u.a. Stellv. Jüdischer Vorsitzender der GCJZ Berlin)
    Dienstag, 1. Juni 2010, 19.00 Uhr
    mehr >>

TOP

  • WdB (Kooperationsveranstaltung DIG Berlin/Potsdam, Jüdische Volkshochschule und GCJZ)
    "Reise in das Herz des Feindes"
    Lesung und Diskussion mit dem Autor Najem Walli
    Donnerstag, 6. Mai 2010, 20.00 Uhr, Ort: Jüdisches Gemeindehaus Fasanenstraße
    mehr >>

TOP

  • WdB (Veranstaltung der GCJZ)
    "Damit ihr Hoffnung habt" -
    Die Kirchen auf dem Weg zum 2.Ökumenischen Kirchentag
    Gespräch mit Bernd Streich
    Dienstag, 4. Mai 2010, 18.00 Uhr, Ort: GCJZ-Geschäftsstelle
    mehr >>

TOP

  • WdB (Kooperationsveranstaltung Friedrich-Naumann-Stiftung, DIG Berlin/Potsdam und GCJZ Berlin)
    "Mit Eichmann stand Bonn vor Gericht".
    Die Instrumentalisierung des Eichmann-Prozesses durch die DDR
    Vortrag von Dr. Peter Krause
    Donnerstag, 29. April 2010, 18.30 Uhr, Ort: Centrum Judaicum

    mehr >>

TOP

TOP

 TOP

 TOP

  • WdB 2010 (Kooperationsveranstaltung GCJZ Berlin, Jüdischer Nationalfonds/JNF-KKL, Stiftung Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum, Urania))
    100 Jahre Tel Aviv
    Vortrag und Gespräch mit Igal Avidan
    Moderation: Dr. Hermann Simon 
    Donnerstag, 8. April 2010, 19.30 Uhr, Ort: Urania
    mehr >>

 TOP

  • WdB 2010 (Kooperationsveranstaltung Jüdisches Museum Berlin und GCJZ Berlin)
    "Stellt mir eine Frage"
    Roman-Lesung mit dem amerikanischen Autor Steven Bloom und seinem Sohn David

    Donnerstag, 25. März 2010, 19.30 Uhr, Ort: Jüdisches Museum Berlin

    mehr >>

TOP

TOP

  • WdB 2010
    "Benedettinische Wende"?
    Streitgespräch mit Alan Posener und Matthias Matussek
    Donnerstag, 18. März 2010, 19.30 Uhr, Ort: Landesvertretung Baden-Württemberg
    mehr >>

 TOP

  • WdB 2010
    "Geschichten einer Gefangenschaft"
    Prof. Dr. Detlev Cramer liest aus seinem autobiografischen Bericht
    Dienstag, 16. März 2010, 16.00 Uhr, Ort: Jüdisches Gemeindehaus Fasanenstraße

    mehr >>

TOP

TOP

 TOP

TOP

  • WdB 2010
    "Suchet der Stadt Bestes"
    Georg Kardinal Sterzinsky (Erzbischof von Berlin) und Lala Süsskind (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin) im Gespräch
    Moderation: Bernd Streich
    Montag, 8. März 2010, 19.00 Uhr, Ort: Bernhard-Lichtenberg-Haus:

    mehr >>

TOP

  • WdB 2010 - Woche der Brüderlichkeit in Potsdam
    Eröffnungsveranstaltung
    Montag, 8. März 2010, 18.00 Uhr, Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Am Neuen Markt, Potsdam
    mehr >>

TOP

TOP

  • WdB 2010 - Berliner Woche der Brüderlichkeit
    Eröffnungsveranstaltung
    Sonntag, 7. März 2010, 16.00 Uhr, Französische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt
    mehr >>

TOP

TOP


Ausstellung
Stadtgeschichtliches Museum Spandau, Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum, Museum für Vor- und Frühgeschichte
Das Verhängnis der Mark Brandenburg
Der Berliner Hostien-
schändungsprozess
von
1510





Dauer: 21. Juni 2010 – 30.Januar 2011

Dienstag, 2. November 2010, 16.30 Uhr
Sonderführung für die Mitglieder und Interessenten der GCJZ Berlin und der GCJZ Potsdam
durch Kunstamts- und Museumsleiterin Andrea Theissen und Dr. Hermann Simon, Direktor des Centrum Judaicum
Ort: Zitadelle Spandau - Zeughaus, Am Juliusturm 64, 13599 Berlin
Wir bitten um Anmeldung >>

mehr >>

TOP



 

TOP


Veranstaltung der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin und Potsdam, des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam und des Verlags Hentrich&Hentrich
Mittwoch, 20. Oktober 2010,
19.00 Uhr
Ort: Jüdisches Gemeindehaus Fasanenstraße
Jesus von Nazareth
im Spiegel jüdischer Forschung

Vortrag von
Rabbiner
Prof. Dr.
Walter Homolka

Eintritt frei

mehr >>




Anmeldung >>
 

TOP


Veranstaltung der GCJZ Berlin  und der GCJZ Potsdam
in Zusammenarbeit mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
anlässlich der


Dienstag, 21. September 2010, 17.00 Uhr
Ort: Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum, Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin

Sonderführung durch die Ausstellung

"Nitzolim – Überlebende"
Fotografien von Aliza Auerbach

Ausstellung im Centrum Judaicum

TOP


Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin (GCJZ)
Rosa-Luxemburg-Gymnasium Berlin-Pankow
Senatskanzlei-Kulturelle Angelegenheiten
Historische Kommission zu Berlin

Enthüllung der
Berliner Gedenktafel
zu Ehren der Stillen Helden
Dorothea und Georg Möhring

Donnerstag, 16. September 2010, 15.00 Uhr,
Ort: Kissingenstraße 25 (Ecke Prenzlauer Promenade), 13189 Berlin-Pankow


Laudator:
Prof. Dr. Johannes Tuchel,
Leiter Gedenkstätte Deutscher Widerstand >>
Grußworte:
Hartmut Rhein
, Beauftragter für Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften
Inge Hake, Christian Science Deutschland >>
Mitwirkende:
Schüler und Lehrer des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums Berlin-Pankow >>
 

PDF Download: Pressemitteilung  I  Einladung

Dorothea und Georg Möhring, deren behinderte Tochter Beate sowie die Pflegetochter Jutta versteckten zwischen 1943 und 1945, 18 Monate lang, in ihrer kleinen Zwei-Zimmerwohnung in der Kissingenstraße 25 in Berlin-Pankow das jüdische Ehepaar Margarete und Siegmund Weltlinger vor den Nazis und retteten es damit vor der Deportation. Bis heute sind die Möhrings, die aus christlicher Überzeugung handelten, „Unbesungene Helden”. Das Handwerkerehepaar fühlte sich der Christlichen Wissenschaft zugehörig. Dorothea und Georg Möhring waren bescheidene Menschen, über deren Leben nur wenig bekannt ist. Die Rettungstat ist überliefert durch Siegmund Weltlinger, der 1954 in dem von der Berliner GCJZ publizierten Rundfunkvortrag „Hast du es schon vergessen?“ von der Zeit im Versteck und über seine Retter berichtete.
Angeregt wurde die Gedenktafel 2003
durch Schüler einer 10. Klasse des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums Berlin-Pankow. Sie hatten die Rettungstat erforscht und 230 Euro für die Tafel gesammelt. Für ihr Forschungsprojekt „Spuren des Nationalsozialismus — Eine Gedenktafel für Familie Möhring” bekamen sie einen Preis der Bundeszentrale für politische Bildung. Auf der Grundlage des Projektberichtes schrieb der Autor Ulrich Werner Grimm die Szenische Lesung „Die Möhrings und die Weltlingers”. Unter Anleitung ihrer Klassenlehrerin Karin Manns brachten die Schüler Ideen ein, wählten Musik aus, stellten Abbildungen zur Verfügung und brachten die Lesung in der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum in der Oranienburger Straße anlässlich des 55. Gründungstages der Berliner GCJZ im Jahre 2004 zur Aufführung.
Die Berliner GCJZ hatte den Schülern versprochen, ihr Gedenktafelprojekt zu unterstützen.
Nachdem der Bezirk Pankow von Berlin die Tafel genehmigt und der Berliner Senat dankenswerterweise finanzielle Hilfe zugesagt hatten, nahm 2009 die Historische Kommission zu Berlin die Tafel in das „Berliner Gedenktafel“-Programm auf. Mit der von der Königlichen Porzellanmanufaktur KPM aus weißem Porzellan produzierten „Berliner Gedenktafel“ ehrt Berlin auf würdige Weise die Stillen Helden Dorothea und Georg Möhring für ihre Rettungstat. Auch die neue Gedenkstätte Stille Helden in der Rosenthaler Straße will die Tat der Familie Möhring würdigen. Das von der Vereinigung ehemaliger Pankower Realgymnasiasten und Eosander-Schüler PAREGYTEN gesponserte Provisorium der Tafel wurde am 24. November 2009, dem 60. Gründungstag der Berliner Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, durch Staatssekretär André Schmitz und andere der Öffentlichkeit präsentiert (vgl. www.gcjz-berlin.de / Rückblicke 2009 >>). Dass es sich dabei vorerst um das Provisorium der Gedenktafel handelte, ist ein auch bei anderen Berliner Gedenktafeln übliches Verfahren, wenn bestimmte Voraussetzungen noch nicht gegeben sind. In diesem Fall fehlte die inzwischen vorliegende Genehmigung des Eigentümers des Hauses, Gemeinnützige Baugenossenschaft Steglitz, zur Anbringung der Tafel an der Hausfassade Kissingenstraße 25 Ecke Prenzlauer Promenade. Nach einem Aufruf der GCJZ Berlin wurden fast. 2000 Euro für die Anfertigung und Anbringung der Gedenktafel gespendet. Damit hat großes bürgerschaftliches Engagement geholfen, die Tafel zum größten Teil zu finanzieren.
Eine für den 8. März 2010 anlässlich der Woche der Brüderlichkeit anberaumte Enthüllung der Tafel musste von der Senatsverwaltung für Kultur kurzfristig abgesagt werden. Der harte Winter ließ eine bautechnisch fehlerfreie Anbringung der Tafel an die Hausfassade nicht zu. Dafür präsentierte an diesem Tag eine 10. Klasse des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums in der überfüllten Aula ihrer Schule die Ergebnisse ihrer Projektarbeit vor einem begeisterten Publikum (vgl. www.gcjz-berlin.de / Rückblicke 2010 >>). Was die ca. 30 Schüler in nur drei Projekttagen unter der Anleitung ihres jungen Lehrers Sven Ernst Sprenger erreicht hatten – bis zu einem Antrag für eine Anerkennung von Dorothea und Georg Möhring als „Gerechte unter den Völkern“ durch die Forschungs- und Gedenkstätte Yad Vashem (Israel) -, ist beeindruckend und Beispiel gebend. Die Schüller erzielten wirkliche Forschungsergebnisse (Fakten zu den Kindern der Möhrings und denen der Weltlingers, zu unbekannten Lebensdaten der Familie Möhring) und erarbeiteten eine exzellente Projektpräsentation in Form eines semiprofessionellen Videos. Die zehnte Klasse brachte damit ein Forschungsprojekt zum Abschluss, das vor sieben Jahren eine andere Schülergeneration begonnen hatte.

Mit der Enthüllung der Berliner Gedenktafel für die Familie Möhring am 16. September 2010 – einen Tag nach dem 75. Jahrestag der Verkündung der antisemitischen „Nürnberger Gesetze“ durch das NS-Regime –  findet das Schülerprojekt von 2003 nun seinen Abschluss. Die Rosa-Luxemburg-Oberschule will sich, auf Anregung der GCJZ Berlin, dem Thema „Erinnerungskultur in Berlin-Pankow“ weiter widmen.

Der spätere Landespolitiker Siegmund Weltlinger (1886-1974) war einer der sehr wenigen jüdischen Verfolgten, die trotz des Erlittenen unmittelbar nach der Befreiung vom Nationalsozialismus die Kraft hatten, ihre Hand zur Versöhnung auszustrecken. Der „deutsch fühlende Jude“ Weltlinger wurde Referent für jüdische Angelegenheiten beim Magistrat bzw. Senat Berlins. 1949 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ). Zwei Jahrzehnte war Weltlinger erster jüdischer Vorsitzender der Berliner GCJZ. Die GCJZ ernannte ihn zu ihrem zweiten Ehrenpräsidenten nach Ernst Reuter. Weltlinger war Abgeordneter der CDU-Fraktion des Berliner Landesparlaments und dessen Alterspräsident. Berlin verlieh ihm die Ernst-Reuter-Medaille und die Würde eines Stadtältesten. Seine Grabstätte auf dem Friedhof der Jüdischen Gemeinde in der Heerstraße ist ein Ehrengrab des Landes Berlin.

Für weitere Informationen:

Telefon:
  (030) 821 66 83  — Fax: (030) 82 70 19 61 — E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

Vgl. auch:

  •  1.12.2004: Szenische Lesung "Die Möhrings und die Weltlingers"
    in der Stiftung "Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum" -
    GESCHICHTE >>

  •  24.11.2009: Präsentation der BERLINER GEDENKTAFEL für die Stillen Helden Familie MÖHRING
    anlässlich des 60. Gründungstages der GCJZ Berlin -
    Rückblicke 2009 >>

  •  8.03.2010: Öffentliche Präsentation des Schülerprojekts anlässlich der Enthüllung der
    Berliner Gedenktafel für die Stillen Helden Dorothea und Georg Möhring -
    Rückblicke 2010 >>

TOP


Veranstaltung der GCJZ Berlin und der Religiösen Gesellschaft der Freunde (Quäker) Berlin

Dienstag,  6. Juli 2010, 18.00 Uhr
Ort: Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker),
Planckstr. 20, 10117 Berlin
(am S-Bhf. Friedrichstr., Rückseite Admiralspalast)

Denk-Mal!
Die Gedenk-Skulptur der Kindertransporte
an der Berliner Friedrichstraße.

Vortrag - Gespräch - Besichtigung
mit
Gisela Faust und Lisa Schäfer

Foto:
Montage des ersten, heftig umstrittenen Entwurfs des Denkmals in die lokale Situation am S-Bahnhof Friedrichstraße.





 

Abb.1: Frau Gisela Faust, seit beinahe 70 Jahren Mitglied der Berliner Religiösen Gesellschaft der Freunde (Quäker), und die Publizistin Lisa Schäfer, Initiatorinnen des Denkmals, berichteten über dessen Entstehung. Abb.2.: Käthe Kallmann gibt einen Überblick darüber, wie erfolgreich die Berliner Skulptur und das Internet dabei waren, nach 60 Jahren die Schwester von Heinz Kallmann, ihres erkrankten Ehemannes, in Kanada ausfindig zu machen. Heinz Kallmann war als Kind mit einem der Transporte gerettet worden. Abb.3: Unter den Anwesenden Mitglieder der Initiative Berliner Kinderskulptur (v.r.n.l.: Autorin  Lisa Schäfer, Gisela Faust, Hauptkommissar Detlef Thiele von der Landespolizeischule Berlin, Volker Hobrack, Vorsitzender der Gedenktafelkommission der BVV Mitte von Berlin). Abb.4: Re. neben Lisa Schäfer Franz Michalski, dessen Gattin, dessen Bruder Peter Michalski (vormals  Redaktionsleiter im Axel Springer Auslandsdienst London) und Gattin. Die Geschichte der Familie Michalski  ist in der Gedenkstätte "Stille Helden" (Berlin, Rosenthaler Straße) dokumentiert. Abb.5: Gisela Faust legt Blumen am Denkmal nieder. Abb. 6: Die Telnehmer der Veranstaltung besichtigen das denkmal unmittelbar neben dem S-Bahnhof Berlin-Friedrichstraße. Abb. 7 u. 8: Zwei in das S-Bahngebäude eingelassene Informationstafeln geben Auskunft über den historischen Hintergrund des Denkmals und dessen Entstehung.
Fotos: U.W.Grimm (Abb. 1,2, 5-8) / Karen Arndt (Abb. 3, 4)

Einen kurzen Überblick gibt die Ausarbeitung Nr. 76/08 (27.11.2008) des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages "November 1938: Beginn der Kindertransporte nach Großbritannien" von Dr. Jana Leichsenring:
PDF Download

Vgl. auch >>

TOP


WdB 2010 (Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin in Kooperation mit dem Jugendhilfezentrum „Gertrud Feiertag“ Caputh und der Ev. Kirchengemeinde Caputh)
Busausflug
in das ehemalige jüdische Kinder-Landschulheim Caputh
Exkursion mit Aufführung eines Features von Ingeborg Papenfuß
Sonnabend 12. Juni 2010, 9.00-18.00 Uhr

Treffpunkt:
9.00 Uhr, Fehrbelliner Platz,
10707 Berlin-Wilmersdorf (U-Bhf. Fehrbelliner Platz)

Ablauf:
Treffpunkt
: 9.00 Uhr Fehrbelliner Platz
Abfahrt:
ca. 9.30 Uhr mit Reisebusunternehmen ab Fehrbelliner Platz
Ankunft Caputh
: ca. 10.30 Uhr am Gemeindezentrum der Evangelischen Kirche Caputh
Aufführung
des Features von Ingeborg Pappenfuß, Gespräch mit der Autorin und mit Ulrike Hart, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Gesellschaft für Soziale Hilfen in Berlin-Brandenburg (SHHB
Weiterfahrt: ca. 13.00 Uhr zum Jugendhilfezentrum „Gertrud Feiertag“ (ehemaliges Jüdisches Kinderlandschulheim).

Wir danken sehr herzlich dem Gemeindezentrum Caputh und den Mitarbeiterinnen des Jugendhilfezentrums für die Gastfreundschaft mit Kaffee und Kuchen.




V.o.l.n.u.r.: Auf dem Weg nach Caputh (Abb. 1) - Im Gemeindezentrum der Evangelischen Gemeinde Caputh begrüßte Jael Botsch-Fitterling, Jüdische Vorsitzende der GCJZ Berlin, die Anwesenden (Abb. 2) ... - unter ihnen die ehemaligen Bewohner des jüdischen Kinderheimes, Herr Ettlinger (1.v.re.) und Frau Rosenthal (2. v.li.), die extra aus England angereist war, die Leiterin der Gemeinnützigen Gesellschaft für Soziale Hilfen in Berlin-Brandenburg (SHBB), Ulrike Hart (1.v.r.) und Frau Margret Giebler (hi.R.m.) vom Ev. Gemeindezentrum  (Abb. 3). - Autorin Ingeborg Papenfuß stellt ihr Feature vor (Abb. 4). - Freudiges Wiedersehen von Herrn Ettlinger und seiner Verwandten Frau Botsch-Fitterling (Abb. 5) - Ingeborg Papenfuß und Frau Rosenthal (Abb. 6) - Kaffeetrinken im Gemeinschaftsraum des heutigen Jugendhilfezentrums, das nach der Gründerin und ersten Leiterin des Heimes, Gertrud Feiertag, benannt ist. Unter den Gästen der aus Hamburg angereiste Vorstandsvorsitzende (3.v.l.) der Gemeinnützigen Gesellschaft für Soziale Hilfen in Berlin-Brandenburg, Herr Dietrich Herfurth (Abb. 7) - Mit großer Freundlichkeit umsorgten die Mitarbeiterinnen des Jugendhilfezentrums ihre Gäste (Abb.6). Dafür allen ein herzliches Dankeschön!
Fotos: U.W.Grimm


Zum Feature:

Ingeborg Papenfuß


Hier wird man nie wieder weggehen wollen
Das jüdische Landschulheim in Caputh

"Das glaubt man ja gar nicht, wie wichtig das ist: Leute von Zuhause! Weil, das gibt es doch nicht ein zweites Mal." Die Caputher Lehrerin Sophie Friedländer, die heute in London lebt. Im Grunde haben sie es immer gewusst, dass sie hier nicht bleiben durften, im jüdischen Landschulheim in Caputh nach 1933. Aber sie haben es geliebt, dieses Zuhause mitten im Deutschland des Nationalsozialismus; die jüdischen Kinder, die hier lernen und leben konnten. Mehr als hundert, unterschiedlichen Alters, fanden eine Zuflucht. Das Heim erhielt keinerlei staatliche Gelder, finanzierte sich aus privaten Quellen. Es gab keine regulären Lehrbücher oder -pläne. Die Zöglinge wurden an allem gebildet, was Haus, Garten, Dorf, Wald und Wasser in der Havel-Landschaft vor den Toren Potsdams zu bieten hatten. Sie malten, musizierten, spielten Theater. Im Hinblick auf die drohende Emigration wurden Sprachen unterrichtet. Am 10. November 1938 war mit all dem Schluss. SA-Leute und andere Dorf-Bewohner zerstörten das Heim. Erziehern und Zöglingen gelang die Flucht. Heute sind sie in aller Welt zerstreut. Einige von ihnen hat die Autorin in London und Berlin wieder gefunden. Sie berichten von jenen Jahren in Caputh und geben so dem Haus seine Geschichte zurück.

TOP


Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.


Die GCJZ Berlin gratuliert Ihrem Stellvertretenden Jüdischen Vorsitzenden, Dr. Hermann Simon, und Dr. Albert Meyer sehr herzlich

Dr. Albert Meyer und Dr. Hermann Simon werden mit dem Heinrich-Stahl-Preis 2010 für ihr Engagement für den Erhalt des größten jüdischen Friedhofs in Europa geehrt. Benannt ist der Preis nach Heinrich Stahl, der von 1933 bis 1940 letzter Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Zeit der nationalsozialistischen Verfolgung war. Er wurde am 13. April 1868 in Berlin geboren und starb am 4. November 1942 im KZ Theresienstadt. Weitere Preisträger der unregelmäßig vergebenen, undotierten Ehrung waren unter anderem Albrecht Goes (1962), Axel C. Springer (1982), Paula Salomon-Lindberg (1998) Heinz Striek (2001) sowie Hans Wall (2004).
Albert Meyer
, tätig als Rechtsanwalt und Notar, war viele Jahre ehrenamtlich Mitglied einiger Ausschüsse der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und zwei Jahre lang ihr Vorsitzender (2004/2005). Er wurde am 2. August 1947 in Berlin geboren, ging in der Schweiz und in England zur Schule und studierte Jura an der FU-Berlin. Er ist Gründer und Mäzen der Reform-Synagoge Hüttenweg. In seiner Zeit als Vorsitzender wandte sich Albert Meyer an den Regierenden Bürgermeister mit der Forderung, Berlin solle sich dafür einsetzen, dass der Jüdische Friedhof in Weißensee in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen wird. Damit brachte er einen noch nicht abgeschlossenen Prozess ins Rollen.
Hermann Simon
ist Historiker und seit Bestehen der Stiftung Neue Synagoge Centrum Judaicum ihr Direktor. Er wurde am 21. April 1949 in Berlin geboren, lebte im Ostteil der Stadt und war schon Mitglied der dortigen, kleinen Jüdischen Gemeinde. Sein Studium an der Humboldt-Universität und in Prag umfasste Geschichte und Orientalia. Von 1975 bis 1988 arbeitete er bei den Staatlichen Museen zu Berlin. Er war 1997 bis 2001 Vorsitzender der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und 2003 und 2007 im Wahlausschuss. Seit seiner Bar-Mitzwa ist er Beter der Synagoge Rykestraße und seit der Wende dort Mitglied des Vorstandes.
( Quelle: Jüdische Gemeinde zu Berlin >> )

 

TOP


WdB 2010 (Kooperationsveranstaltung DIG Berlin/Potsdam, Jüdische Volkshochschule und GCJZ Berlin)
"Reise in das Herz des Feindes"
Lesung und Diskussion mit dem Autor Najem Walli
Moderation: Maya Zehden
Donnerstag, 6. Mai 2010, 20.00 Uhr
Ort: Jüdisches Gemeindehaus Fasanenstraße

Najem Wali wurde 1956 in Basra/Irak geboren. Er studierte deutsche Literatur an der Universität Bagdad, wurde 1980 unter Saddam Hussein ins Exil gezwungen, studierte in Hamburg Germanistik und arbeitete für die arabische Zeitung "Al Hayat". Nach Studienaufenthalten in Madrid, Oxford und Florenz lebt er heute als freier Journalist, Publizist und Autor in Berlin. Seine bekanntesten Romane sind "Die Reise nach Tell al-Lahm" (Hanser, 2004) und "Jussifs Gesichter" (Hanser, 2008).
Najem Wali wagte es, Tabus zu brechen. Nach der Einladung zu einer Konferenz in Haifa zum Thema „Quo Vadis Irak?" erkundete er das „Land des Feindes“. Wer dorthin reist, gilt bei vielen Arabern als Verräter. Wali begegnete vielen unterschiedlichen Menschen. Gemeinsam ist ihnen die Hoffnung auf Frieden und Dialog im Nahost-Konflikt. Mit seinem Buch beklagt Wali die „Rückentwicklung“, die er in der gesamten arabischen Welt feststellt. Der von vielen Arabern verhasste Staat Israel habe trotz Krisen und Kriegen in seiner jungen Geschichte eine echte und reife Demokratie gebildet, meint der Autor: „Wir Iraker mit unserer Jahrtausende alten Kultur haben das nicht geschafft.“ Eine seiner Hauptthesen: „Das Schüren des Hasses gegen Israel in der arabischen Welt rührt daher, dass die Mächtigen von eigenem Versagen ablenken wollen."  Kritik an der israelischen Besatzung in den palästinensischen Gebieten übt Wali nur am Rande: „Ich bin gegen die Besatzung“, betont er, aber „diese Diskussion überlasse ich meinen israelischen Kollegen. Wenn wir es auf beiden Seiten schaffen, die eigene Gesellschaft kritisch zu beleuchten, dann ist das ein Schritt zu Versöhnung und Frieden.“ Wali setzt sich gegen jede Form von Extremismus, für die Anerkennung Israels in weiteren arabischen Ländern sowie eine Zweistaatenlösung in Nahost ein.
Fotos: Meggie Jahn

TOP


WdB 2010 (Veranstaltung der GCJZ)
"Damit ihr Hoffnung habt" -
Die Kirchen auf dem Weg zum 2. Ökumenischen Kirchentag
Gespräch mit Bernd Streich
Dienstag, 4. Mai 2010, 18.00 Uhr
Ort: GCJZ-Geschäftsstelle
mehr >>

 

Bernd Streich ist Katholischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin und Mitglied der Ratsleitung des Ökumenischen Rates Berlin.
Kirchentage fragen nach Maßstäben, hinterfragen den Zeitgeist, geben Zeugnis im Vertrauen auf Gott; Kirchentage setzen auf Dialog - auch auf den Dialog zwischen Juden und Christen.  In einer Zeit von Umbrüchen und einer tief greifenden Vertrauenskrise sind Kirchentage, zumal ökumenische, eine besondere Herausforderung. Vom 12. bis 16. Mai findet in München der 2. Ökumenische Kirchentag statt. - Was haben Kirchen noch zu sagen? Worauf dürfen wir hoffen?

TOP


WdB 2010 (Kooperationsveranstaltung Friedrich-Naumann-Stiftung, DIG Berlin/Potsdam und GCJZ Berlin)
"Mit Eichmann stand Bonn vor Gericht".
Die Instrumentalisierung des Eichmann-Prozesses durch die DDR

Vortrag von Dr. Peter Krause 
Moderation: Jochen Feilcke
Donnerstag, 29. April 2010, 18.30 Uhr
Ort: Centrum Judaicum

PDF Download Einladung


Dr. phil. Peter Krause arbeitet an der Universität Konstanz. 2002 erschien  sein Buch "Der Eichmann-Prozess in der deutschen Presse" (Campus Verlag, Fritz-Bauer-Institut), das auf seiner Dissertation basiert, die Prof. Dr. Gesine Schwan (Abb. r.o, 1.v.r.) betreut hatte. Auf einer gut besuchten Kooperationsveranstaltung im Centrum Judaicum (bei dem wir uns für die Gastfreundschaft herzlich bedanken) stellte Dr. Krause die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit vor. Für die Friedrich-Naumann-Stiftung Für die Freiheit (FDP) begrüßte deren Leiterin des Büros Berlin-Brandenburg, Frau Kolb (Abb. l.u.), die Anwesenden herzlich, für die GCJZ Berlin deren Stellv. Evangelische Vorsitzende, Barbara Faccani (Abb. r.o., 3.v.l.; links neben ihr: Franz von Hammerstein, Gisela Faust)). Jochen Feilcke, Vorsitzender des dritten Kooperationspartners, der DIG Berlin/Potsdam, moderierte die sich an den Vortrag anschließende Diskussion, in der u.a. Eva Nickel (Abb. r.u.) in die Zuschauer sehr bewegender Art das Wort ergriff.
Die Gefangennahme Adolf Eichmanns im Frühjahr 1960 und der Prozess 1961 in Jerusalem waren wichtig für die "Vergangenheitsbewältigung" in Deutschland und ein Kristallisationspunkt der innerdeutschen Spannungen in den Zeiten des Kalten Krieges. Die DDR nahm für sich in Anspruch, den "Faschismus" mit Stumpf und Stil ausgerottet zu haben und ein neues, "demokratisches" und "antifaschistisches" Deutschland aufzubauen. Dem "Westen" wurde hingegen vorgeworfen, ein revanchistisches Regime errichtet zu haben, wo ehemalige Nazis wieder an der Macht seien und einen neuen Krieg vorbereiten würden. Personen, wie Hans Maria Globke, der Adenauer-Vertraute und frühere Kommentator der Nürnberger Gesetze, wurden vom SED-Regime - und von nicht wenigen in der Bundesrepublik - als Beweis für diese Behauptung angesehen. Die Bundesregierung ihrerseits musste auf diese Anwürfe reagieren. Sie versuchte, die Bedeutung ehemaliger Nazis in Westdeutschland herunterzuspielen, um so den Schaden für das Ansehen der noch jungen Bundesrepublik in der Welt zu begrenzen. Am Beispiel der Berichterstattung über den Eichmann-Prozess in den Medien von DDR und Bundesrepublik soll verdeutlicht werden, mit welchen "Bildern" und rhetorischen Mitteln dieser geschichtspolitische Kampf ausgefochten wurde.
Am Rande der Veranstaltung wurde die Idee besprochen,  anlässlich des 50. Jahrestages des Eichmann-Prozesses im kommenden Jahr ein Kolloquium durchzuführen. Für Ideen und Unterstützung wenden Sie sich bitte an die GCJZ Berlin.
Fotos: U.W.Grimm

TOP


Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz,
Dr. Markus Dröge,
wurde auf der Mitgliederversammlung der GCJZ Berlin
am 28. April 2010
zum Mitglied des Kuratoriums der GCJZ Berlin gewählt.

>> Tätigkeitsbericht 2009 der GCJZ Berlin: PDF Download



Abb.1, v.l.n.r.: Im Präsidium Wahlleiter GCJZ-Kurator Claus Näther, GCJZ-Schatzmeisterin Gabriele Thöne
und die GCJZ-Vorsitzende Barbara Faccani (stellv. evangel.), Bernd Streich (kath.), Michael Brinkhoff (stellv.
kathol.), Jael Botsch-Fitterling (jüd.), Dr. Hermann Simon (stellv. jüd.), Ulrich Schürmann (evangl.) -
Abb.2:
Wahl von Bischof Dr. Markus Dröge zum GCJZ-Kurator.


Abb.3: Die Mitgliederversammlung wurde geleitet von Bernd Streich, Katholischer GCJZ-Vorsitzender. -
Abb 4:
GCJZ-Kuratorin Ruth Jakubowsky-Kiesling (mit Blumenstrauß) wurde für 55 Jahre GCJZ-Mitgliedschaft,
Kurator Walter Sylten (li. neben R. J.-K.) zum 80. Geburtstag, Ruth Recknagel (1.R.li.) zum 85 Geburtstag,
Kurator Franz von Hammerstein (abwesend) für 60 Jahre GCJZ-Mitgliedschaft gratuliert.


Abb. 5: GCJZ-Kuratoren Ruth Recknagel und Reinhard Führer (Präsident Deutsche Kriegsgräberfürsorge),
Evangel. GCJZ-Vorsitzender Ulrich Schürmann. - Abb 6: Stellv. Kathol. GCJZ-Vorsitzender Michael Brinkhoff.
im Gespräch mit GCJZ-Kurator Jochen Feilcke (Vorsitzender DIG Berlin/Potsdam).


Abb. 7: Stellv. Evangel. GCJZ-Vorsitzende Barbara Faccani (Bildmitte) begrüßt Herrn Patermann, li. daneben
Petra Merkel MdB (Vorsitzende Haushaltsausschuss des DBT) im Gespräch mit dem Stellv. Kathol. GCJZ-
Vorsitzenden Michael Brinkhoff; re. neben B. Faccani Herr Pfarrer Theo Lorenz; re. i. Vordergrund GCJZ-
Kurator Prof. Ulrich Kledzick OBE  im Gespräch mit dem Evangel. GCJZ-Vorsitzenden Ulrich Schürmann. -
Abb.8
v.l.n.r.: GCJZ-Kuratorin Ruth Recknagel im Gespräch mit Frau Inge Buchenau, Stellv. Jüd.
GCJZ-Vorsitzender Dr. Hermann Simon im Gespräch mit der Jüd. GCJZ-Vorsitzenden Jael Botsch-Fitterling;
sitzend 4.v.l. Frau Bernard, 1.v.r. GCJZ-Kuratorin Ruth Jakubowsky-Kiesling.

TOP


WdB 2010   (Veranstaltung der GCJZ)
Jesus im Trialog zwischen Judentum, Christentum und Islam
Vortrag und Diskussion mit Dr. Sabine Kebir
Moderation: Barbara Faccani

Mittwoch, 21. April 2010, 19.00 Uhr
Ort: Centrum Judaicum

Privatdozentin Dr. Sabine Kebir, promovierte Literaturwissenschaftlerin und habilitierte Politologin, lehrte von 1977 bis 1988 in Algerien. Heute lebt sie in Berlin als Autorin von Sach- und Kinderbüchern sowie Belletristik. Ihre Hauptthemen sind Demokratietheorie, Frauen, Islam und Islamismus. Thora, Bibel, und Koran verglich sie als Literaturwissenschaftlerin in ihren literarhistorischen Voraussetzungen und Bedingtheiten: Der Jude Jehoschua Ben Joseph wurde zu Jesus, dem Sohn des christlichen Gottes. Wenig bekannt sei, dass er als Isa Ben Meriam zu den großen Propheten des Islam zählt. Historisch wurde er ein Symbol der Abgrenzung zwischen den drei abrahamitischen Religionen, die mehr gemeinsam hätten, als es Fundamentalisten aller Couleur hören wollten. Zu der Veranstaltung im Centrum Judaicum (bei dem wir uns für die Gastfreundschaft bedanken), waren etwa dreißig Gäste gekommen, darunter GCJZ-Kurator Franz von Hammerstein (Abb l. 2.v.l.). Barbara Faccani, Stellvertretende Evangelische Vorsitzende der GCJZ Berlin, ergänzte das sich an den Vortrag anschhließende Gespräch mit praktischen Erfahrungen aus ihrer jahrzehntelangen interkulturellen Integrationsarbeit.
Eine Fortsetzung findet das Thema am 20. Oktober 2010 mit dem Vortrag von Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka "Jesus von Nazareth im Spiegel jüdischer Forschung".
Fotos: U.W.Grimm

TOP


WdB 2010  (Veranstaltung der GCJZ)
Familie Tietz - Preußisch-jüdische Kaufmannsbiografien

Bildervortrag und Gespräch von und mit Nils Busch-Petersen
Mittwoch, 14. April 2010, 19.00 Uhr
Ort: Centrum Judaicum

Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des HBB Handelsverband Berlin-Brandenburg, forscht seit Jahren und mit Leidenschaft nach den Wurzeln und zu den bewegten Lebensgeschichten der jüdischen Unternehmerfamilie Tietz, die nicht nur in Berlin-Brandenburg Warenhausgeschichte schrieb. Die Forschungsergebnisse publizierte Nils Busch-Petersen in mehreren Kurzbiografien in der von Dr. Hermann Simon, dem Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum (bei der wie uns für die Gastfreundschaft herzlich bedanken), herausgegebenen Reihe "Jüdische Minituren" des Hentrich&Hentrich Verlages.
1894 eröffnete Oscar Tietz sein erstes Warenhaus der Firma Hermann Tietz in München. Nach modernen Verkaufsprinzipien baute der Visionär und Stratege Oscar Tietz ab 1900 eine Warenhauskette in Berlin auf, mit Häusern in der Leipziger Straße, am Alexanderplatz und in der Frankfurter Allee. Namen wie KaDeWe und Herti kennt nicht nur jeder Berliner. Zur Familie Tietz gehörten  weitere Unternehmerpersönlichkeiten, wie Leonard Tietz und andere, an die ebenso erinnert wurde wie daran, dass die  Wurzeln der Familie in Birnbaum liegen. Birnbaum ist ein besonderer Ort der deutschen Handelsgeschichte, das heutige polnische Miedzychod ein interessantes Ziel, um mitten in Europa gelebter Toleranz zu begegnen, die das Andenken an die jüdische Unternehmerfamilie Tietz beeindruckend lebendig hält. Aus dem Ort stammen - bemerkenswerterweise - noch ander Waren- und Kaufhausgründer, wie z.B. die Familie Ury, deren berühmtester Spross der Maler Lesser Ury ist.
Fotos Abb. 1 u. 2: U.W.Grimm

TOP


WdB 2010 (Kooperationsveranstaltung GCJZ Berlin, Jüdischer Nationalfonds/JNF-KKL, Stiftung Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum, Urania))
100 Jahre Tel Aviv
Vortrag und Gespräch von und mit Igal Avidan
Moderation: Dr. Hermann Simon 

Donnerstag, 8. April 2010, 19.30 Uhr
Ort: Urania


Die Stadt Tel Aviv gilt als das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des modernen Israel. Das Interesse der Berliner an dieser Stadt ist offensichtlich groß, denn über 250 Besucher kamen in das Urania-Haus, um dem kurzweiligen Vortrag des israelischen Journalisten Igal Avidan zu lauschen. Begrüßt wurden die Gäste der Kooperationsveranstaltung von GCJZ Berlin, Jüdischem Nationalfonds JNF-KKL, Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum und Urania von Urania-Fachbreichsleiter Dr. Wilfried Karl (Abb.o.r.).
„Jerusalem betet und Tel Aviv feiert“, besagt ein israelisches Sprichwort. Aber nur wenige wissen, dass die 400.000-Einwohner-Stadt gerade erst 100 Jahre alt wurde. Die 60 Gründerfamilien wollten die Basis eines zionistischen Zentrums in Palästina schaffen – in guter Nachbarschaft mit den einheimischen Arabern aus Jaffa. Der in Berlin lebende israelische Journalist und Buchautor  Igal Avidan beantwortete u.a. folgende Fragen: Inwieweit stellte Tel Aviv die Grundlage für den Staat Israel? Wie hat sich die Nachbarschaft zwischen Tel Aviv und Jaffa verwandelt? Wie wurde Tel Aviv als die „weiße Bauhausstadt“ wiedergeboren? Und was ist der heiligste Ort in dieser profanen Stadt? Selten zu sehende historische Fotos der "weißen Stadt"  des bekannten Stadtfotografen Weissenstein sowie aktuelle Aufnahmen illustrierten das gesprochene Wort. Dr. Hermann Simon, der Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum und Stellvertretender Jüdischer Vorsitzender der GCJZ Berlin, moderierte das anschließende Gespräch.
Fotos: U.W.Grimm

TOP


WdB (Kooperationsveranstaltung Jüdisches Museum Berlin und GCJZ Berlin)
"Stellt mir eine Frage"
Roman-Lesung mit dem amerikanischen Autor Steven Bloom
und seinem Sohn David
Moderation: Matthias Renger
Donnerstag, 25. März 2010, 19.30 Uhr
Ort: Jüdisches Museum Berlin,
Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin




Fotos (1 u.3): U.W. Grimm
Foto 2: Wallstein-Verlag (Gudrun-Holde Ortner)

 „... eine kleine funkelnde Geschichte, die das Kunststück fertigbringt, leicht und zugleich schwer zu sein“, schrieb die Süddeutsche Zeitung über dieses Buch von Steven Bloom.
1950 im Brooklyner Viertel Brownsville. Fast täglich treffen sich Archie Feinstein, Meyer Woolf, Izzy und noch ein  paar andere New Yorker Juden. Die Schrecken antisemitischer Verfolgung haben sie ins amerikanische Exil getrieben. Dem Schlimmsten sind sie damit entgangen, schleppen aber doch an ihrer Vergangenheit. So amerikanisch sie sich geben, so wenig selbstverständlich ist ihnen vieles. Beim Kaffee debattieren sie über Gott und die Welt: Liebe, Ehe, Eifersucht, Alltagssorgen, Koreakrieg, Rassismus und manches mehr. Einer Meinung sind sie selten. Aber zu jedem Thema weiß einer einen Witz.
Steven Bloom, geb. 1942 in Brooklyn/New York, als Sohn eines polnischen Juden, lebt in Heidelberg. Er arbeitete als Rundfunkjournalist in den USA und seit vielen Jahren an der Heidelberger Universität als Dozent für amerikanische Landeskunde. David Bloom, geboren in Heidelberg. Tanzausbildung, Berufsmusiker, zur Zeit Student der Ernst-Busch-Hochschule/Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin.

TOP


WdB (Kooperationsveranstaltung DIG Berlin/Potsdam und GCJZ Berlin)
"Es begann in Berlin - Ein Leben für Frieden und Gerechtigkeit"
Bericht der Jahrhundertzeugin Sonja Sonnenfeld

Montag, 22. März 2010, 17.00 Uhr
Ort: Rotes Rathaus, Luise-Schroeder-Saal

Abb. o.l.:Das zahlreich erschiene Publikum im Louise-Schröder-Saal; Abb.o.r.: Sonja Sonnenfeld während ihres lebhaften Vortrages; Abb.u.l. (v.l.n.r.): Jochen Feilcke (Vorsitzender der DIG AG Berlin/Potsdam, Kurator der GCJZ Berlin), Sonja Sonnenfeld, I.E. Ruth Jacoby (Botschafterin des Königreichs Schweden), Kulturstaatssekretär André Schmitz (Kurator der GCJZ Berlin), Ulrich Schürmann (Evangelischer Vorsitzender der GCJZ Berlin); Abb.u.r.: Sonja Sonnenfeld im Kreis deutscher Familienangehöriger. Fotos: U.W. Grimm

Staatssekretär für Kultur André Schmitz begrüßte die 97-jährige Sonja Sonnenfeld und überreichte ihr als Gastgeschenk einen Schal, ein Kleidungsstück, das sie besonders mag. Sonja Sonnenfeld war als Zweijährige mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen. Sie hatte noch das Berlin der Weimarer Republik  erlebt sowie den Nationalsozialismus. Lebhaft berichtete sie über ihren Kampf gegen Antisemitismus und Judenverfolgung, für Toleranz und multikulturelles Zusammenleben und die Bedeutung weiblicher Zivilcourage. 1938 verlässt die 1912 in Schweden geborene Jüdin Deutschland und setzt sich fortan für humanitäre Dienste ein. Seit 1979 engagiert sie sich als treibende Kraft für die Freilassung von Raoul Wallenberg, den Retter der Juden aus Budapest, aus sowjetischer Haft. Couragiert streitet sie auch heute noch für ein friedliches und respektvolles Miteinander der Kulturen. "Alle können mit allen - wenn man's nur richtig anpackt!" und "Selber denken!", betonte Sonja Sonnenfeld mehrmals. Mit ihrer unverwechselbaren kämpferischen Art begeisterte sie die etwa 90 Zuhörer, darunter die Botschafterin des Königreichs Schweden in Deutschland, I.E. Ruth Jacoby, Tochter des Anwalts Dr. Helmut Jacoby, der 1933 Berlin verlassen musste.

TOP


WdB (Veranstaltung der GCJZ)
"Benedettinische Wende"?
Streitgespräch mit Alan Posener und Matthias Matussek
Moderation: Ulrich Schürmann
Donnerstag, 18. März 2010, 19.30 Uhr
Ort: Landesvertretung Baden-Württemberg
, Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin

Aus aktuellem Anlass konnte Pater Klaus Mertes SJ, Rektor des Canisius-Kollegs Berlin, an dem Gespräch nicht teilnehmen, wie ursprünglich im gedruckten Veranstaltungsheft zur Woche der Brüderlichkeit 2010 angekündigt. Auch der Veranstaltungsort musste verlegt werden. Der Vertretung des Landes Baden-Württemberg sind wir sehr dankbar, dass sie uns so schnell geholfen hatte sowie für ihr herzliche Gastfreundschaft in ihrem beeindruckenden Gebäude. Ebenso dankbar sind wir Herrn  Matthias Matussek für seine kurzfristige Zusage. Unser Dank gilt auch dem Hotel AMANO (Direktorin Corinna Schuster) für das Sponsoring.

Streitschriften wollen Streit provozieren. Ihre Thesen sind strittig, die streitbaren Verfasser umstritten, weshalb es nicht viele gibt, die das Wagnis, eine Streitschrift zu veröffentlichen und sich der Diskussion zu stellen, eingehen. Wer legt sich schon gern mit Gott und der Welt an? Oder zumindest mit Papst und Vatikan, wie der Welt-Journalist Alan Posener (Abb. li.). „Benedikts Kreuzzug“ heißt seine 2009 erschienene Schrift (Ullstein Verlag). Der Autor unterstellt dem Vatikan einen „Angriff auf die moderne Gesellschaft“. Ebenso streitbar - und glaubensfest - hatte das der renommierte SPIEGEL-Redakteur Matthias Matussek (Abb. re.) hinterfragt. Der bekennende Katholik schildert in „Als wir jung und schön waren" (Fischer Verlag, 2009) seine katholische Kindheit und Internatszeit. Die rund 60 Gäste erlebten ein vom Evangelischen Vorsitzenden der Berliner GCJZ, Ulrich Schürmann (Abb. 1, mi.),  moderiertes anspruchsvolles Streitgespräch.
Fotos: U.W. Grimm (Abb.1 u.2.), Jenny Posener, M. Matussek (priv.)

Zu A. Posener siehe auch >>

TOP


WdB (Veranstaltung der GCJZ)
Prof. Dr. Detlev Cramer liest aus seinem autobiografischen Bericht
"Geschichten einer Gefangenschaft"

Einführung:
Prof. Ulrich Kledzik OBE
Dienstag, 16. März 2010, 16.00 Uhr
Ort: Jüdisches Gemeindehaus Fasanenstraße

In dem autographischen Buch "Geschichten einer Gefangenschaft"  (Waxmann Verlag, 3.Auflage 2008)  schildert der Autor seine sowjetische Kriegsgefangenschaft von 1945 bis 1948. Diese Erinnerungen sind sein erzählender Gedenkstein der Menschlichkeit – ein die Zuhörer der Lesung tief berührender Dank an die russische Bevölkerung, die durch Überlebenshilfen dem jungen deutschen Kriegsgefangenen, dem ehemaligen Feind, durch humanes Verhalten immer wieder das Überleben ermöglicht hatte, wie zum Beispiel Dr. Glinka, ein sowjetischer Militärarzt im Gefangenenlager. Detlev Cramer stellt die Erlebnisse während seiner Gefangenschaft in den geschichtlichen Zusammenhang mit dem, was nach 1933 in Deutschland geschah und nie vergessen werden darf. So erinnert er sich an das Jahr 1938, als jüdische Mitschüler ganz plötzlich „verschwanden“.
Detlev Cramer
, bis 1991 Professor an der Freien Universität Berlin, ist Gründer der Orchestergemeinschaft „Integration durch Musizieren“. Er hat in über 200 Lesungen im In- und Ausland zur Thematik Erinnern statt Verdrängen große Beachtung gefunden. Bundespräsident Köhler verlieh ihm für Verdienste um die Völkerverständigung mit Polen und Russland das Bundesverdienstkreuz I. Klasse. Prof. Ulrich Kledzik OBE (Abb. 2, re.) ist Mitglied des Kuratoriums der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin. Fotos: U.W. Grimm

TOP


WdB (Veranstaltung der GCJZ)
"Blick aus der Ferne?" -
Vortrag von Dr. Annette Weisberg (Kanada)

Montag, 15. März 2010, 19.00 Uhr
Ort: Jüdisches Gemeindehaus Fasanenstraße

„Wer sein Vaterland nicht kennt, hat keinen Maßstab für fremde Länder.“ (Goethe) Umgekehrt empfindet es Annette Weisberg. Sie vermittelte in ihrem Vortrag alte und neue Eindrücke von Deutschland aus der Perspektive einer Ausgewanderten, illustrierte ihre Erfahrungen mit Einwanderern und Ureinwohnern Kanadas, die um authentische, religiöse und moralische Maßstäbe ringen. Sie beschrieb die Suche nach ethischer und religiöser Zugehörigkeit in ihrer eigenen Familie und reflektierte sehr persönlich über Israel, der Wahlheimat ihres Sohnes.
Dr. Annette Weisberg
, als Katholikin im Nachkriegsdeutschland geboren, lebt seit vierzig Jahren in Kanada, wo sie Kinder von Einwanderern wie auch Ureinwohnern unterrichtet. Aus ihrer Ehe mit einem Amerikaner jüdischer Herkunft gingen drei Kinder hervor, von denen der Älteste konvertierte und nun als modern orthodoxer Rabbiner in Israel lebt. 2009 hielt sie in  verschiedenen deutschen Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit den Vortrag „Du bist uns eine Brücke“, 2010 den Festvortrag zur Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit in Recklinghsausen. (Abb. 1 re. u. 3 li.: Barbara Faccani, Evangelische Vorsitzende der GCJZ Berlin) Fotos: U.W. Grimm

TOP


WdB (Veranstaltung der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde Berlin-Schöneberg mit Unterstützung der GCJZ Berlin)
Gesprächsabend
anlässlich der Enthüllung der Gedenktafel für Adolf Kurtz (1891-1975),
Pfarrer der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde

Donnerstag, 11. März 2010
, 20.00 Uhr
Ort: Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde Berlin-Schöneberg, Gemeindesaal

Pfarrer Adolf Kurtz (1891-1975) war in der Zeit von 1922 bis 1948 Pfarrer an der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde und seit 1933 aktives Mitglied der Bekennenden Kirche. Er half u.a. während der NS-Diktatur vor allem vielen verfolgten und bedrängten Christen jüdischer Herkunft, indem er Schulunterricht und dann auch Ausreisen organisierte. Nach dem Krieg setzte sich Pfarrer Kurtz in England aktiv für die Versöhnung zwischen Deutschen und Briten ein.



Eröffnung und Begrüßung
: Pfarrer Dr. Andreas Fuhr
Moderation des Abends:
Hans-Günter Menzler
Beitrag zu Adolf Kurtz, seinem Wirken damals und der Bedeutung für die Gemeinde heute: Pfarrer Heinz-Hermann Wittrowsky
Gespräch
mit dem KIrchenhistoriker Dr. Hartmut Ludwig

TOP


WdB (Veranstaltung der GCJZ)
Die "12 Thesen von Berlin" -
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Rainer Kampling

Dienstag, 9. März 2010
, 18.00 Uhr
Ort: Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum,
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
Im Sommer 1947 versammelten sich 65 Juden und Christen aus 19 Ländern im schweizerischen Seelisberg. Sie kamen zusammen, um ihre tiefe Trauer über die Schoa auszudrücken, ihre Entschlossenheit, den Antisemitismus zu bekämpfen, und ihren Wunsch, stärkere Beziehungen zwischen Juden und Christen zu fördern. Sie veröffentlichten einen Aufruf in Gestalt von zehn Thesen an die christlichen Kirchen, ihr Verständnis des Judentums sowie die Beziehungen zwischen Judentum und Christentum zu reformieren und zu erneuern. - Im Sommer 2009 veröffentlichte der Internationale Rat der Christen und Juden (ICCJ) auf seiner Tagung in Berlin einen neuen Aufruf an die christlichen als auch an die jüdischen Gemeinden in der ganzen Welt. Er erinnert an das Jubiläum der Seelisberger Versammlung, die zugleich der Ausgangspunkt des ICCJ war. Der heutige Aufruf spiegelt die Notwendigkeit wider, die Zehn Thesen von Seelisberg in Übereinstimmung mit den Fortschritten des interreligiösen Dialogs seit jenem bahnbrechenden Dokument des Jahres 1947 zu verfeinern. Der neue Aufruf enthält – als Ziele präsentierte –12 Punkte, die sich an Christen und Juden, an christliche und jüdische Gemeinden gemeinsam richten.
Prof. Dr. Rainer Kampling ist Mitglied des Kuratoriums der GCJZ Berlin. Er leitet das Seminar für Katholische Theologie an der FU Berlin. Foto: U.W. Grimm

"12 BERLINER THESEN"

PDF

 

www.iccj.org

TOP


WdB  (Veranstaltung der Arbeitsgruppe „Christlich-Jüdischer Dialog“ des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Berlin)
"Suchet der Stadt Bestes"
(Jer 29,7) -
Im Gespräch:
Georg Kardinal Sterzinsky, Erzbischof von Berlin, und
Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin,
Moderation: Bernd Streich
Montag, 8. März 2010, 19.00 Uhr
Ort: Bernhard-Lichtenberg-Haus,
Tagungsraum, Hinter der Katholischen Kirche 3, 10117 Berlin

Das vom Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin organisierte Gespräch mit Kardinal Sterzinsky (Abb. re.), Erzbischof von Berlin, und Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, beide Mitglieder des Kuratoriums der Berliner Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), ging der Frage nach, wie sich Juden und Christen in das gesellschaftliche Leben der Stadt Berlin einbringen und wie die entsprechenden Aktivitäten der beiden Religionsgemeinschaften stärker vernetzt werden können. Themen des Gesprächs waren in diesem Zusammenhang u.a.: die Bedeutung von Religion für die Gesellschaft, die Notwendigkeit gesellschaftlicher Bildung, die Stellung des Religionsunterrichts in Berlin, die Diskussion um den Sonntag und die Bedeutung der im vergangenen Jahr vom Internationalen Rat der Christen und Juden verabschiedeten „12 Thesen von Berlin“ für unsere konkrete Situation. Das Gespräch wurde moderiert von Bernd Streich (Abb.1 li.), Vorsitzender des Sachausschusses „Ökumene und interreligiöser Dialog“, Katholischer Vorsitzender der GCJZ Berlin. Dass das Gerspräch in freundlicher Atmosphäre und dem andern gegenüber aufgeschlossner Weise, aber auch stellenweise kontrovers verlief, war zwar nicht anders zu erwarten, machte es zugleich aber durchaus auch sehr kurzweilig. Die Fragen der Zuschauer zeugten von Neugier auf- und Interesse aneinander. Fotos: U.W. Grimm

TOP


WdB (Veranstaltung in Koop. mit GCJZ)
Öffentliche Präsentation des Schülerprojekts
anlässlich der Enthüllung der Berliner Gedenktafel
für die Stillen Helden Dorothea und Georg Möhring

Montag, 8. März 2010, 14.30 Uhr, Ort: Rosa-Luxemburg-Gymnasium Berlin-Pankow

Die für 16.00 Uhr angekündigte Gedenktafelenthüllung in der Kissingenstraße 25 durch den Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten André Schmitz in Verbindung mit der Historischen Kommission zu Berlin musste aus bautechnischen Gründen abgesagt worden. Grund: die Wetterkapriolen des langen Winters. Über den neuen Termin werden Senatskulturverwaltung und GCJZ Berlin rechtzeitig informieren.

Die Präsentation der Projektergbnisse einer zehnten Klasse des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums war ein großer Erfolg und für alle Teilnehmer (darunter Vertreter der Berliner GCJZ, wie Kurator Prof. Ulrich Kledzik OBE, und der Vorsitzende des Vereins ehemaliger Pankower Realgymnasiasten und ehemal. Eosander-Schüler PAREGYTEN, Werner Buntrock) ein beindruckendes Erlebnis. Was die ca. 30 Schüler in nur drei Projekttagen unter der Anleitung ihres jungen Lehrers Sven Ernst Sprenger (Abb. 9) erreicht haben, ist einfach fantastisch – bis zur bestätigten Annahme des Antrags für eine Anerkennung von Dorothea und Georg Möhring als „Gerechte unter den Völkern“ durch die Forschungs- und Gedenkstätte Yad Vashem (Israel). Die Begeisterung in der überfüllten Aula war großartig.
Die Familie Möhring, Eltern und zwei Töchter, hatten von 1943 bis 1945 das jüdische Ehepaar Margarete und Siegmund Weltlinger versteckt und so vor der Deportation bewahrt. Siegmund Weltlinger war nach 1945 ein Berliner Politiker (u.a. Alterspräsident des Berliner Abgeordnetenhauses) und erster Jüdischer Vorsitzender der Berliner Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.
Die Schüller erzielten wirkliche Forschungsergebnisse (Fakten zu den Kinder der Möhrings und denen der Weltlingers, zu unbekannten Lebensdaten der Familie Möhring) und erarbeiteten eine exzellente Projektpräsentation in Form eines semiprofessionellen Videos.
Die zehnte Klasse brachte damit ein Forschungsprojekt zum Abschluss, das vor sechs Jahren eine andere zehnte Klasse der Schule unter Leitung der Lehrerin Karin Manns begonnen hatte. Diese Klasse hatte 2003/2004 die Gedenktafel für Familie Möhring angeregt und ebenfalls hervorrgagende Ergenisse vorgelegt, die es wert waren von der Bundeszentrale für politische Bildungsarbeit ausgezeichnet zu werden. So konnten sich mehrere Schülergenerationen durch handelndes Lernen engagieren und beweisen.
Im Namen der GCJZ Berlin bedankten sich herzlich die Evangelischen Vorsitzenden Ulrich Schürmann (Abb. 9) und Barbara Faccani sowie Geschäftsführer Ulrich Werner Grimm bei den Schülern und Lehrern.
Fotos: U.W. Grimm

Vgl. auch:

TOP


Eröffnungsveranstaltung
der Woche der Brüderlichkeit in Potsdam
Montag, 8. März 2010, 18.00 Uhr
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte,
Am Neuen Markt, Potsdam
 mehr >>

TOP


Zentrale Eröffnungsveranstaltung
des Deutschen KoordinierungsRates (DKR)
der
Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

am 7. März 2010 in Augsburg  mehr >>

mit der Verleihung der

Buber-Rosenzweig-Medaille
an
Daniel Libeskind
PDF Download





 










Foto: DKR


 

Siehe auch
TV- und Rundfunkprogramm zur Woche der Brüderlichkeit 2010  mehr >>

TOP


Berliner
Woche der Brüderlichkeit

7. bis 14. März 2010

Jahresthema: "Verlorene Maßstäbe"
mehr >>

  • Veranstaltungsheft zur Berliner Woche der Brüderlichkeit
    Hinweise zu Veranstaltungen in Berlin und Potsdam
    Zeitraum aller Veranstaltungsangebote: 11. Februar bis 20. Oktober 2010
    60 Seiten,
    Auflage 10.000

    Download >>
     des vollständigen Heftes
    mit Korrekturen und aktuelle
    n Änderungen >>
    Grußworte: Evaneglischer GCJZ-Vorsitzender Ulrich Schürmann, Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, Bischof Dr. Markus Dröge, Georg Kardinal Sterzinsky, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Lala Süsskind
    mehr >>

     

  • Eröffnungsveranstaltung der Berliner Woche der Brüderlichkeit 2010
    Presseinformation >> mehr
    Sonntag, 7. März 2010, 16.00 Uhr, Französische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt
     mehr >>

Grußworte:

Ulrich Schürmann, Evangelischer Vorsitzender der GCJZ Berlin
Ingeborg Junge-Reyer, Bürgermeisterin von Berlin
Georg Kardinal Sterzinsky, Erzbischof von Berlin
Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde

Festrede:

Dr. Markus Dröge
Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Foto: EKBO






>> mehr


Musikalisches Rahmenprogramm:

Chasan Jalda Rebling
Gethsemanekantorei unter der Leitung von Christoph Zaschunke
Joachim Vetter
(Orgel)

  >> mehr


Fotoimpressionen von der Eröffnungsveranstaltung

 mehr >>

TOP


Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
„Wir waren Nachbarn“
Seit 2010 als Dauerausstellung
mehr >>
131 Biografien Jüdischer Zeitzeugen präsentiert die Ausstellungsinstallation im Rathaus Schöneberg am J.-F.-Kennedy Platz, die nun als Dauerausstellung für zwei Jahre gezeigt wird. Der Veranstalter, das Kunstamt Tempelhof-Schöneberg, eröffneten in Kooperation mit der GCJZ Berlin und der DIG Berlin-Brandenburg die Ausstellung am 24. Januar 2010, um 18.30 Uhr, anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus, dem  27. Januar.

Ausstellungshalle im Rathaus Schöneberg mit der Ausstellungs-Installation „Wir waren Nachbarn“ Fotos: U.W. Grimm

 

TOP


Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.
 

Laubenheimer Straße 19, 14197 Berlin - Tel.: 8216683 Fax: 82701961
Bankverbindung: Postgirokonto Berlin  -  Bankleitzahl 100 100 10  -  Kontonummer: 838-106