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„Unser Mut. Juden in Europa 1945‒48″

Die Ausstellung stellt die Vielfalt der jüdischen Erfahrungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit aus einer gesamteuropäischen, transnationalen Perspektive dar. Sie geht auf sieben ausgewählte Jahre ein und skizziert, was Jüdinnen und Juden unmittelbar der Shoa beschäftigte. Sie zeigt, dass jüdische Überlebende und Flüchtlinge nicht einer passiven Gruppe von Opfern angehörten, sondern ihr Leben selbst in die Hand nahmen und aktiv gestalteten: Sie suchten überlebende Verwandte, organisierten ihre Ausreise, bauten trotz katastrophaler Zustände soziale Netzwerke und jüdische Gemeinden wieder auf und bemühten sich um Gerechtigkeit und Wiedergutmachung sowie um die Dokumentation der nationalsozialistischen Verbrechen.

1948 entsteht eine neue internationale Ordnung. Mit dem beginnenden kalten Krieg, der Auflösung der Flüchtlingslager und der Gründung des Staates Israel verlassen die meisten Jüdinnen und Juden Europa. Die Ausstellung „Unser Mut“ thematisiert, wie ihre Erfahrungen in die Entwicklung des Völkerrechts eingingen und nimmt Bezug auf aktuelle Fluchtbewegungen und Menschenrechtsfragen.

Anmeldung erbeten bei der GCJZ unter Telefon: 030-821 66 83 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de