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75 Jahre Staat Israel – theologische Impulse

Prof. Dr. Daniel Krochmalnik + N. N. (christl. Theolog:in)

“Jerusalem im Psalter“

Nächstes Jahr (2023) feiern wir das 75-jährige Bestehen des Staates Israel. Diesem Ereignis haben wir eine eigene Veranstaltungsreihe gewidmet. Theologische und politische Fragestellungen sollen bedacht werden, Musik und kulinarisches wollen wir genießen, aktuelle Stimmen aus Israel und Deutschland sollen gehört werden, das Land Israel wollen wir besuchen (auch als Jugendreise – mit der Möglichkeit viele gleichaltrige zu treffen) und natürlich: FEIERN.

Den Anfang eröffnet Prof. Dr. Daniel Krochmalnik im Gespräch mit einer christlichen LehrerIn:

Wallfahrt nach Jerusalem im Psalter

Die 15 Psalmen Nr. 120 bis 134 sind ein kleiner Psalter im Psalter. Sämtlich sind sie als Schir HaMa’alot (Stufenlied) betitelt und gehören im Judentum zum Schabbat. Das hebräische Wort kommt vom Verb LaAlot, aufsteigen, das auch: pilgern, wallfahren, im modernen Hebräisch: einwandern (Alija) bedeuten kann. Das klassische Wallfahrtsziel, der Berg Zion mit dem Tempelberg, liegt nämlich ca. 800m über dem Meeresspiegel, die Pilger mussten aufsteigen. Jener Psalter im Psalter war also vermutlich als Pilgerbrevier gedacht. Gewiss, einzelnen Aufstiegspsalmen lassen sich auch unabhängig von dieser Bewandtnis verstehen, aber irgendwann sind sie einer Zions-Redaktion unterworfen worden und haben ihre Endtextgestalt als „Zionsbrevier“ (E. Zenger) erhalten. Die Gute Nachricht übersetzt entsprechend: Ein Lied Davids, zu singen auf dem Weg nach Jerusalem. Aber nicht nur die Überschrift auch der Inhalt schildert den Weg von der Not in der Fremde (Ps 120) bis zum Segen im Heiligtum (Ps 134). Wir halten uns an diesen traditionellen Schlüssel des Psalters und wollen den gedanklichen Aufstieg nach Jerusalem nachvollziehen.

 

Teilnahme: Zoomveranstaltung (Einwahllink wird nach der Anmeldung versandt)

Anmeldung: GCJZ Berlin, 030-821 66 83, gcjz.berlin@t-online.de