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Seit Beginn der Corona-Pandemie wird Antisemitismus immer wieder offen zur Schau gestellt: Auf Demonstrationen werden Opfer der Shoah verhöhnt und Verschwörungstheorien verbreitet. Sicherheitsbehörden und zivilgesellschaftliche Organisationen verzeichnen schon lange einen alarmierenden Anstieg antisemitischer Taten.

Die Erscheinungsformen und Tatorte sind vielfältig: Sie reichen von Propagandadelikten im öffentlichen Raum und Hate Speech im Internet über Anschläge auf jüdische Friedhöfe und Synagogen bis hin zu körperlicher Gewalt gegen Jüdinnen*Juden. Nach dem Terroranschlag von Halle wurden die politischen Anstrengungen zur Verfolgung antisemitischer Taten intensiviert, etwa durch die explizite Nennung antisemitischer Motive im Strafgesetzbuch.

Werden die Täter gefasst und zu Haftstrafen verurteilt, gelangen sie in das „geschlossene System“ des Strafvollzugs. Gefängnisse sind Orte, an denen antisemitische und andere menschenverachtende Einstellungen von Inhaftierten zutage treten, unabhängig vom Haftgrund der Personen. In Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum und gefördert vom Bundesministerium der Justiz hat die Hochschule Merseburg den Umgang mit Antisemitismus in Jugendstrafanstalten untersucht. Der Fachtag stellt zentrale Befunde vor und weitet den Blick auf die Bekämpfung von Antisemitismus durch die Justiz.

Der Fachtag findet statt in Kooperation mit der Hochschule Merseburg, der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und dem Bundesministerium der Justiz (BMJ).

Zur Veranstaltung können Sie sich ab sofort online anmelden unter:
www.annefrank.de/fachforum-justiz

Im Anhang finden Sie das Programm des Fachtags.
Leiten Sie die Einladung gerne an Interessierte und Kolleg*innen weiter.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Freundliche Grüße
Roman Guski, Anne Frank Zentrum
Partner im Kompetenznetzwerk Antisemitismus

Einladung Fachtag_Polizei, Justiz und Strafvollzug